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EU-Investitionsoffensive unterstützt deutsche KMU

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt 100 Mio. Euro über Funding Circle, eine führende globale Kreditplattform für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), bereit. Das gab die EU-Kommission am 17.04.2019 bekannt.

Die Mittel werden durch weitere 25 Mio. Euro von einem führenden globalen Vermögensverwalter ergänzt. Sie sollen in den nächsten zwei Jahren an mehr als 2.000 kleine deutsche und niederländische Unternehmen fließen, die dringend Kapital benötigen.

Das Darlehen der EU-Bank wird durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) abgesichert. Der EFSI ist das Kernstück der Investitionsoffensive für Europa. Bei dieser auch als „Juncker-Plan“ bekannten Initiative arbeiten die EIB und die Europäische Kommission als strategische Partner zusammen.

Die Vereinbarung stützt sich auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Funding Circle und der EIB in Großbritannien. Seit 2016 hat die EIB rund 100 Mio. Pfund Sterling (etwa 120 Mio. Euro) für kleine britische Unternehmen bereitgestellt. Online-Kreditplattformen gewinnen als direkte Finanzierungsquellen für kleine Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig dienen sie Staaten und supranationalen Einrichtungen als wichtiges neues Instrument, um die Realwirtschaft anzukurbeln.

Trotz ihres erheblichen wirtschaftlichen Beitrags finden KMU in Europa nach wie vor nur schwer Zugang zu Finanzierungen. Eine kürzlich von der Europäischen Kommission durchgeführte Umfrage ergab, dass 18 Prozent der europäischen KMU es trotz laufender Bemühungen der EU nicht geschafft haben, den für 2018 geplanten Bankkredit in voller Höhe zu erhalten.

Seit seiner Gründung 2010 hat Funding Circle weltweit Kredite von mehr als 7,5 Mrd. Euro an mehr als 60.000 Unternehmen vermittelt. Allein in Europa konnten rund 50.000 Unternehmen insgesamt 5,5 Mrd. Euro in Anspruch nehmen. Das Plattform-Modell ermöglicht institutionellen Anlegern einen effizienten und skalierbaren Zugang zur Anlageklasse „KMU-Kredite“.

ie EIB schließt sich einer breiten Gruppe von Anlegern an, die über Funding Circle Kredite für kleine Unternehmen finanzieren. Diese umfassen mehr als 85.000 Kleinanleger und Finanzinstitute. Unterstützung erhält Funding Circle ferner auf nationaler und lokaler Ebene, etwa in Großbritannien von der British Business Bank, sowie ferner von der deutschen KfW und internationalen Einrichtungen wie dem Europäischen Investitionsfonds.

urch die direkte Verknüpfung von Angebot und Nachfrage kann Funding Circle als Kreditmarktplatz die Finanzierungsquellen für kleine Unternehmen diversifizieren und so Wirtschaftswachstum und Beschäftigung fördern.

Seit 2015 wurden in Deutschland über Funding Circle mehr als 210 Mio. Euro in Form von Krediten an kleine Unternehmen vergeben, davon allein 100 Mio. Euro im Jahr 2018. Die Plattform versorgt kleine Unternehmen in ganz Deutschland mit Krediten, wodurch 2017 insgesamt 1.700 Arbeitsplätze geschaffen und erhalten wurden.

Hintergrund

Funding Circle ist eine globale Online-Plattform für KMU-Kredite. Sie bringt kleine Unternehmen mit Finanzierungsbedarf in Großbritannien, den USA, Deutschland und den Niederlanden mit Investoren zusammen, die Finanzierung in Form von Krediten bereitstellen wollen. Seit der Gründung im Jahr 2010 hat die Kreditplattform weltweit über 7,5 Mrd. Euro an mehr als 60.000 Unternehmen vermittelt. Zu ihren Geldgebern gehören mehr als 85.000 Privatanleger, außerdem Banken, Vermögensverwaltungsgesellschaften, Versicherungsgesellschaften sowie staatliche Einrichtungen und Fonds. Funding Circle ist im FTSE 250 Index vertreten. [Stand: April 2019]

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Die EIB vergibt langfristige Mittel für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen.

Die Investitionsoffensive für Europa, der sogenannte „Juncker-Plan“, gehört zu den obersten Prioritäten der Europäischen Kommission. Ihr Ziel ist es, Investitionen anzukurbeln, um Arbeitsplätze zu schaffen und das Wachstum zu fördern. Zu diesem Zweck werden neue und vorhandene Finanzierungsmittel intelligenter genutzt und Investitionshindernisse beseitigt. Gleichzeitig werden Investitionsvorhaben stärker ins Licht der Öffentlichkeit gerückt und durch technische Hilfe unterstützt.

Der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) bildet das Kernstück des Juncker-Plans. Er stellt Garantien für Erstverluste, sodass die EIB mehr Projekte finanzieren kann, die oftmals auch mit höheren Risiken verbunden sind. Der EFSI hat bereits konkrete Ergebnisse erzielt. Die Projekte und Vereinbarungen, für die EFSI-Garantien genehmigt wurden, sollen Investitionen von knapp 393 Mrd. Euro mobilisieren – davon 33,1 Mrd. Euro in Deutschland und 10,6 Mrd. Euro in den Niederlanden. In den 28 EU-Ländern dürften rund 945 000 kleine und mittlere Unternehmen profitieren.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Investitionsoffensive für Europa sind hier (link is external) abrufbar.

Die vollständige Pressemeldung finden Sie unter: https://ec.europa.eu 

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