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Dörner-Geschäftsführer Enno Simonis ist von der Praktikabilität und Flexibilität des Portals überzeugt

Container Go: Digitalisierungslösung vom Mittelstand für den Mittelstand

Das zentrale und omnipräsente Thema der Digitalisierung – Unternehmen 4.0 fand im letzten Jahr seinen Weg in die Wettbewerbskategorie um den Mittelstandspreis „DIE GRÜNEN ENGEL 2018“. Mit seiner Portallösung „Container GO“ hat das Unternehmen OTTO DÖRNER Entsorgung GmbH neue Standards für Digitalisierung und Vernetzung in der Recycling- und Entsorgungsbranche geschaffen und sich im Wettbewerb um den Mittelstandspreis an die Spitze gesetzt.

Ursprünglich als Kundenportal für eigene gewerbliche Bestandskunden und für Dokumentationszwecke aufgesetzt, entwickelte Dörner sein Portal „DÖRNER GO“ zu "Container GO" weiter und schuf so eine Lösung, die es auch anderen Entsorgungsunternehmen ermöglicht, daraus ihr eigenes, individualisiertes und ERP-systemunabhängiges „GO-Portal“ zu entwickeln. Was ist aus diesem Projekt geworden. Wir haben bei Dörner-Geschäftsführer Enno Simonis nachgefragt.

1. Herr Simonis, hat sich die Portallösung "Dörner GO" in der Praxis bewährt?
Das B2B-Portal „Dörner GO“ hat sich von der ersten Minute an bewährt. Wir stellen eine große Akzeptanz der User fest, die sich in einer Bestellquote von über 25% niederschlägt. Damit sind wir zum einen sehr zufrieden, zum anderen spornt dieser Erfolg aber auch an. Deshalb wird das Portal ständig weiterentwickelt und dadurch immer vielseitiger und praxistauglicher.

2. Wo liegen die besonderen Stärken des Portals?
Entscheidend für das teilnehmende Entsorgungsunternehmen ist der direkte Anschluss an das ERP-System (Warenwirtschaftssystem). Alle Kundeneingaben, Aufträge, Lieferorte sind direkt in im ERP-System verfügbar. Außerdem können auch Subunternehmertätigkeiten eingebunden werden. Für die Kunden des Entsorgers, der dieses Portal anbietet, ist natürlich der praktische Mehrwert von Vorteil. So können Bestellungen von Behältern aller Art online beauftragt werden. Die Kunden können außerdem sehr einfach ihre Abfallbilanzen erstellen, Kostenauswertung abrufen und digitalisierte Belege wie z.B. Rechnungen, Fahraufträge oder Wiegescheine einsehen.

3. Warum können gerade mittelständische Unternehmen von "Container GO" profitieren?
Die neuen Partner können ein innovatives B2B-Portal nutzen, in das wir ca. drei Millionen Euro investiert haben. Ein Invest, der sich in der Praktikabilität und Flexibilität des Portals zeigt. Für die neuen Partner entfällt also nicht nur der Invest, sondern auch das Risiko, denn Container GO ist seit 2015 erfolgreich im Einsatz. Was aber mindestens ebenso wichtig ist: Unsere Partner können das B2B-Portal nach ihren Vorstellungen und auf ihre individuellen Erfordernisse hin anpassen. So kann das Frontend nach dem eigenen Corporate Design gestaltet werden. Individuell können außerdem Artikel und Begrifflichkeiten vom GO-Partner festgelegt werden. Unsere Partner können sich also in kürzester Zeit ihr eigenes, individuelles und leistungsfähiges B2B-Kundenportal aufbauen.

4. "Container GO" soll nicht nur eine zeitgemäße Bestellplattform für Kunden sein. Dörner wirbt damit, dass das Portal auch ein "Mittelstandsnetzwerk" ist. Was hat es damit auf sich?
Das „Container GO“-Portal bietet dem regional tätigen mittelständischen Entsorgungsunternehmen die Möglichkeit Teil eines standardisierten Netzwerkes aller GO-Partner zu werden. Die bundesweit verteilten GO-Portale bilden eine einheitliche Schnittstelle – und somit die Grundlage für  eine automatisierte Zusammenarbeit. Das bedeutet, dass die Auftragsabwicklung bei überregionalen Aufträgen zwischen GO-Partnern fast komplett ohne manuelle Unterstützung erfolgen kann. Die Partner können also nicht nur ihr regionales Geschäft mit dem GO-Portal weiterentwickeln, sondern haben die Möglichkeit innerhalb eines Mittelstandsnetzwerkes auch an überregionalen Aufträgen partizipieren zu können. Hier sehen wir den Lösungsansatz für den Mittelstand, auch zukünftig mit den bundesweit tätigen Playern mithalten zu können.

5. Die Vorgaben der Gewerbeabfallverordnung müssen von allen Abfallbesitzern eingehalten werden. Hat "Container GO" auch hierfür eine Lösung?
Ja – das „Container GO“-Portal  bietet dem Abfallerzeuger die Möglichkeit, die nach Gewerbeabfallverordnung vorgegebene Dokumentation selbstständig durchzuführen. Dabei wird er durch eine Teilautomatisierung der Dokumentation unterstützt, indem die separat erfassten Fraktionen bereits automatisch dargestellt werden.

04 15 dörner knettenbrech 36. Wie ist die Resonanz der mittelständischen Entsorgungsunternehmen auf die Portallösung?
Das Portal stößt nicht nur auf viel Interesse, inzwischen haben sich auch schon die ersten Unternehmen konkret an die Umsetzung gemacht. Knettenbrech+Gurdulic hat sein GO-Portal aufgebaut und es unter dem Namen Knettenbrech Prime inzwischen an den Start gebracht. Im Laufe dieses Monates geht bei Dare in Berlin das Portal „Dare GO“ online und die Unternehmensgruppe Hofmann (Büchenbach) wird in drei Unternehmen das GO-Portal aufbauen. Das zeigt, wir sind sehr gut aus den Startblöcken herausgekommen und das ernsthafte Interesse vieler weiterer Unternehmen zeigt uns, dass wir ein großes Potential haben. Uns haben schon viele ERP-Systembetreiber Interesse signalisiert, weil wir ihr System mit unserer erprobten B2B-Aplikation „Container Go“ sinnvoll ergänzen können.

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