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FDP-Experte setzt sich für Alkohol-Interlockgeräte ein

Die Bundesregierung plant nach einer Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung keine verpflichtende Einführung von Alkohol-Interlockgeräten im Schwerlastverkehr.

kRastatt6Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Berichterstatter der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten FDP für Güterverkehr und Logistik, fordert jedoch Konsequenzen nach verschiedenen großangelegte Kontrollaktionen der Polizei, bei denen zum Beispiel jüngst in Hessen von 1200 kontrollierten LKW-Fahrern 190 unter Alkoholeinfluss standen.

Erst am vergangenen Sonntag hatten Polizisten auf der Autobahn 65 bei Edesheim (Rheinland-Pfalz) vier LKW-Fahrer gestoppt: Bei diesen wurden Blutalkoholkonzentrationen zwischen 1,45 und 2,46 Promille gemessen. In Rheinland-Pfalz wird es infolgedessen am kommenden Sonntag eine großangelegte Kontrolle von drei Autobahnpolizei-Stationen geben.

Für Dr. Christian Jung ist es unverständlich, dass die Bundesregierung im Gegensatz zu anderen EU-Ländern nicht die Einführung von Alkohol-Interlockgeräten prüft, obwohl im Koalitionsvertrag geregelt sei, dass die Regierungsparteien zur Steigerung der Sicherheit im Straßenverkehr moderne technische Hilfsmittel, wie Alkohol-Interlockgeräte, ermöglichen möchten. Jung: "Wenn man es mit den Alkohol-Kontrollen aber ernst nehmen würde, müssten betroffene Fahrer über einen Eintrag im Führerschein verpflichtet werden, ein Alkohol-Interlockgerät zu benutzen, um den LKW starten zu können."

Nach Jungs Meinung hänge die Alkoholisierung der LKW-Fahrer auch damit zusammen, dass viele von ihnen monatelang nicht in ihre Heimatländer zurückkehren, von ihren Familien getrennt sind und im LKW wohnen. "Deshalb brauchen wir nun klare Regelungen zur Rückkehrpflicht für LKW-Fahrer in der Europäischen Union", betonte der FDP-Politiker.

Insgesamt würde ein spürbarer Kontrolldruck in Deutschland durch mehr Personal beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG), dem Zoll und der Bundespolizei für Kontrollen des Güterverkehrs dazu führen, dass man den Alkoholkonsum und Lenkzeitüberschreitungen durch Tacho-Manipulationen verringern könnte. Dies hätte ebenso direkte Auswirkungen auf den technischen Zustand von LKW und die Ladungssicherheit, ist Dr. Christian Jung überzeugt.

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