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„MHKW Wiesbaden GmbH“ geht mit freiwillig verschärften Grenzwerten in die Genehmigungsphase

Die Realisierung der neuen Müllverbrennungsanlage auf dem Biebricher Dyckerhoffbruch schreitet weiter voran: Mit der „MHKW Wiesbaden GmbH“ wurde nun die Bau- und Betriebsgesellschaft gegründet.

Primärer Geschäftszweck ist die thermische Abfallentsorgung. Darüber hinaus werden Wärme und Strom ausgekoppelt. Neben der KNETTENBRECH + GURDULIC Service GmbH & Co. KG wollen daher zwei Unternehmen der Energiebranche in die Gesellschaft einsteigen.

„Ich freue mich ganz besonders, dass wir ESWE Versorgung und ENTEGA als Projektpartner gewinnen konnten“, erklärt Steffen Gurdulic, Geschäftsführer von KNETTENBRECH + GURDULIC. „Wir haben seit Jahren zu beiden Unternehmen ein sehr gutes Verhältnis. ESWE Versorgung war einer meiner ersten Kunden, als ich mich vor 17 Jahren selbstständig machte. Und die ENTEGA betreibt für den Zweckverband Abfallverwertung Südhessen (ZAS) das Müllheizkraftwerk in Darmstadt, mit dem wir schon lange bestens zusammenarbeiten.“

ESWE Versorgung und ENTEGA beabsichtigen, sich jeweils mit 24,5 Prozent an der MHKW Wiesbaden GmbH zu beteiligen. Die Aufsichtsräte haben bereits zugestimmt. „Durch die Partnerschaft wird uns auch langfristig eine ausreichende Fernwärmebelieferung garantiert. Dies ist sowohl für unsere unternehmerischen Planungen als auch für die Versorgungssicherheit in Wiesbaden besonders wichtig“, betont Jörg Höhler, Vorstandsmitglied der ESWE Versorgungs AG.

Mit der ENTEGA ist zudem ein Energie- und Infrastrukturdienstleister dabei, der vielfältige Erfahrungen im großtechnischen Anlagenbau nachweisen kann.

„Wir verfügen über eine hohe Kompetenz im Bau und Betrieb von Erzeugungsanlagen. Darüber hinaus betreiben wir für den ZAS seit Jahren verlässlich und erfolgreich das MHKW Darmstadt. Daher sind wir ein idealer Partner für die MHKW Wiesbaden GmbH“, sagt Dr. Marie-Luise Wolff, Vorstandsvorsitzende der ENTEGA AG.

Wichtig ist den drei Gesellschaftern, die neue Abfallentsorgungsanlage von Anfang an als modernste Anlage im Rhein-Main-Neckar-Gebiet zu konzipieren. Alle drei halten sowohl den Umweltgedanken als auch den Kundenservice gleichermaßen
hoch.

So sollen die gesetzlich vorgeschriebenen Emissionsgrenzwerte auf freiwilliger Basis unterschritten werden. Hierdurch werden Ergebnisse erzielt, die zum derzeitigen Zeitpunkt keine andere Müllverbrennungsanlage in der Region erreichen kann. Mögliche Gesetzesänderungen haben die Verantwortlichen bereits im Blick, teure Nachrüstungen wird es nicht geben.

Die neue Gesellschaft bietet den Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern einen besonderen Service: „Das Betriebsgelände wird in einigen Bereichen öffentlich zugänglich sein, da wir einen Wertstoffhof integrieren“, berichtet Steffen Gurdulic.
„Hier können Bürgerinnen und Bürger dann ihre Abfälle abgeben.“

Weitere Pluspunkte: Mit Inbetriebnahme der Abfallentsorgungsanlage in Wiesbaden werden die bisher stellenweise weiten Müll-Transitwege entfallen. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, auch die Wertschöpfung bleibt in der hessischen Landeshauptstadt. Außerdem entstehen auf dem Dyckerhoffbruch 25 neue Vollarbeitsplätze. Die Gesamtinvestitionssumme liegt im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

Steffen Gurdulic: „Als nächsten Schritt werden wir im Januar den Genehmigungsantrag für die Anlage einreichen.“

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