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Beiratsvorsitzender René van Diessen, Im Hintergrund die Band „Barfly“

PDR greift nach neuen Geschäftsfeldern

Mit einem Galadinner in Schloss Thurnau am Donnerstag, 21. Juni, und einem Tag der offenen Tür am Samstag, 23. Juni, feiert PDR ihr 25-jähriges Jubiläum. Die Festlichkeiten fallen in eine Zeit des Aufbruchs. Nach ihrem ersten Vierteljahrhundert ist PDR dabei, gleich zwei neue Geschäftsfelder zu erschließen und auszubauen.

25 06 PDR FestsaalBlick in den Festsaal des Galaabends anlässlich des 25-jährigen Betriebsjubiläums bei PDR vergangenen Donnerstag im Thurnauer Schloss So hat das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren zusammen mit Wissenschaftlern der RWTH Aachen eine Technologie für das Recycling von industriellen Schleifpapieren entwickelt und patentieren lassen. Wegen seiner Umweltrelevanz förderte die Deutsche Stiftung Umwelt dieses Forschungsprogramm. Das zweite neue Projekt ist das Recycling von Tonerpatronen für Laserdrucker. Darüber hinaus stehen technologische Neuerungen im Kerngeschäft PU-Schaumdosen-Recycling ins Haus.

Beide Geschäftsideen sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem Programm "Modellregion Oberfranken". Diese hat das bayerische Wirtschaftsministerium ins Leben gerufen, um hiesige Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit und technologischen Entwicklung zu stärken. Aus der Vielfalt der Ideen bestanden das Schleifpapier- und Tonerrecycling das interne Bewertungsverfahren.

Schleifpapiere, wie sie in der Industrie eingesetzt werden, enthalten hochwertige Schleifkörner, zum Beispiel Industriediamanten, Siliziumkarbid oder Korund. Bei der Produktion fallen Reste an, deren wertvolle Rohstoffe bisher einfach entsorgt werden mussten. Dank der neu entwickelten Technologie können die enthaltenen Schleifkörner nahezu in Originalqualität zurückgewonnen und wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt werden.

25 06 PDR HillebrandPDR-Geschäftsführer Dr. Thomas Hillebrand "Jetzt gilt es, Geschäftspartner von den ökonomischen und ökologischen Vorteilen des Verfahrens zu begeistern", erläutert PDR-Geschäftsführer Dr. Thomas Hillebrand, dessen Vision eine europäische Branchenlösung ist. Dazu liefen bereits erste Gespräche mit Produzenten und dem Verband der deutschen Schleifmittelindustrie.

Das zweite neue Vorhaben, das Recycling von Tonerpatronen durch PDR, ist jetzt schon angelaufen. Europaweit fallen pro Monat mehrere Hundert Tonnen gebrauchter Tonerpatronen an.

Das in ihnen enthaltene Eisen und Aluminium sowie die Kunststoffe will PDR wiedergewinnen und zu attraktiven Marktpreisen in den Wirtschaftskreislauf zurückführen.

Anders als bei seinem Kerngeschäft, der stofflichen Verwertung von PU-Schaumdosen und Druckerpatronen, betreibt PDR hier keine eigene Anlage, sondern holt Tonerpatronen, die sich nicht mehr für den Refill eignen, von professionellen Sammlern und organisiert den Transport zur Recyclinganlage im europäischen Ausland.

Nach erfolgreichem Start Anfang 2017 will PDR-Geschäftsführer Thomas Hillebrand diesen Geschäftsbereich ausbauen. In zwei bis drei Jahren soll dann die Entscheidung fallen, ob in Thurnau eine eigene Anlage errichtet wird.

Auch im Kerngeschäft von PDR, dem PU-Schaumdosen-Recycling, stehen Neuerungen ins Haus. In den kommenden Jahren will PDR die Recyclingtechnologie für 1-Komponenten-PU-Schäume verbessern und ein Verfahren finden, das ohne den Einsatz von Lösemitteln auskommt.

"Auch Gutes kann immer noch verbessert werden", kommentiert Geschäftsführer Hillebrand. "Dazu gehört die Weiterentwicklung des Bestehenden genauso wie der Aufbruch zu neuen Ufern. 25 Jahre nach Gründung ist PDR in beiden Bereichen gut aufgestellt. Eines ist allerdings seit 1993 immer gleichgeblieben: Wir setzen auf innovative Technologien und eine hohe stoffliche Verwertung." Mit dem Aufbau neuer Geschäftsfelder sichert nach Ansicht Hillebrands der vielfach ausgezeichnete Recyclingspezialist seine Zukunftsfähigkeit und stellt erneut seine Innovationskraft unter Beweis.

Das mache das Thurnauer Unternehmen auch als Arbeitgeber interessant. "Wo etwas Neues entsteht, warten auch immer spannende Aufgaben", lautet das Credo des PDR-Chefs. Besonders gerne fördert er junge Leute bei ihrem Start ins Berufsleben. Seit 1993 hat PDR dreizehn Auszubildende betreut. Acht davon hat PDR direkt übernommen. Aktuell lernen ein Industriekaufmann, ein Mechatroniker und ein Fachinformatiker für Systemintegration die Grundlagen ihres Business bei PDR. Zudem bietet PDR ein Verbundstudium Industriekaufmann/-frau kombiniert mit Studium Betriebswirtschaftslehre oder Wirtschaftsingenieurwesen an.

Quelle: PDR
 

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