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Bild: Kiesel

Kiesel Container Belader im Einsatz bei Loacker

Bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben sind in Götzis nicht nur mehrere Umschlagmaschinen von Fuchs, sondern seit kurzem auch ein individuell konfiguriertes Container- Beladungssystem des Kiesel-Partners A-Ward im Einsatz.

An verschiedenen Standorten in Europa (u.a. Österreich, Deutschland, Schweiz, Ungarn) ist die Loacker Recycling GmbH mit über 1200 Mitarbeitern in zahlreichen Bereichen des Recyclings und der Entsorgung tätig: Abbruch, Altmetallrecycling, Behältersysteme und Aktenvernichtung sind nur einige der Leistungen, die das mittlerweile über 140 Jahre alte Familienunternehmen anbietet. Am Standort in Götzis, an dem gleichzeitig die Hauptverwaltung des Unternehmens angesiedelt ist, werden nicht nur Eisenschrotte und NE-Metalle, sondern auch Wertstoffe (Kunststoff, Papier, Holz) separiert und umgeschlagen. Hier bestücken die Fuchs-Maschinen Schredder und Sortieranlagen und sind in der Be- und Entladung eingesetzt.

Elias Rozinek ist bei Loacker in Götzis für die Beladung aller Schiffscontainer zuständig. Nach einer gründlichen Projektevaluierungsphase, bei der alle wichtigen Anforderungen in Bezug auf die Beschaffenheit des Standorts, die vorhandene Logistik und das zu verladende Material mit eingeflossen sind, ist seit Ende 2017 der Container Tilter (bedeutet: Container Belader) am Standort aufgebaut. Nach Tests und Konfiguration konnten Mitte Februar die ersten Container mit Messing beladen werden. Mit diesem System können aktuell bis zu vier Container pro Tag verladen werden. „Wir sind sehr stolz auf diese Anlage. Natürlich brauchen wir noch etwas Übung, aber das Team spielt sich immer weiter ein, die Vorteile sind bereits jetzt, bei der vierten Beladung, sichtbar. „Für mich sind das vor allem die Kostenersparnis sowie die Möglichkeiten zur Kapazitätserweiterung“, erklärt Elias Rozinek.

Exakte Beladung mit hoher Sicherheit

Loacker exportiert in den Seecontainern sehr hochwertige Metalle wie Schwermessing, Elektromotoren oder Nickelstahl. Hiervon werden immer 25 bis 27 Tonnen in den 20 Fuß Container geladen. Die Materialien haben dabei ein ganz unterschiedliches Volumen: Bei Messing können nur 15 bis 20m3 pro Container geladen werden, bei Nickelstahl werden die kompletten 35m3 ausgenutzt. Elias Rozinek rekapituliert, warum sich das Unternehmen für den Container Tilter entschieden hat: „Wir waren auf der Suche nach einer Lösung, um die Containerbeladungen einfacher und flexibler zu gestalten. Von den Aufstellchassis, die ohne das System notwendig sind, haben wir auch nur zwei Stück in Ulm verfügbar, daher war bisher die gesamte Containerverladung schwer zu planen und auch nicht in dieser Anzahl durchführbar.“ Außerdem wollte das Unternehmen die Möglichkeit haben, seine Kapazitäten auszubauen. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Verladung der Ware für die Kunden vom leeren Container bis zur kompletten Befüllung fotografisch dokumentiert werden muss, durch die Aufstiegsleiter an der Tilter-Anlage können diese Bilder gefahrlos gemacht werden.

Zahlreiche Vorteile des Container Tilters

Die großen Vorteile der Beladung durch den Container Tilter liegen auf der Hand: Für die Befüllung und Verladung der Container werden keine Lkw mit Aufstellchassis benötigt, die einerseits schwer zu bekommen und andererseits deutlich teurer als andere Container-Lkw sind: Auf diese Weise fallen pro Container 200 Euro geringere Kosten an. Ein weiterer Vorteil: Die Container können durch die aufrechte Befüllung ganz einfach zu 100 Prozent beladen werden, weil die Türen automatisch im aufgestellten Zustand geschlossen werden, so dass auch hier eine weitere Optimierung der Frachtkosten zum Tragen kommt. Da beim Container Tilter eine Waage mit verbaut ist, kann bereits während der Verladung das zugeladene Gewicht kontrolliert werden. Alle diese Maßnahmen zusammen sorgen dafür, dass die Verladekosten weiter sinken. Sind die Abläufe am Container Tilter erst einmal eingespielt, erfolgt der komplette Verladevorgang auch noch in wesentlich kürzerer Zeit und mit wenig Personal. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Sicherheitsaspekt: Das Arbeitssicherheitsrisiko durch ein manuelles Aufstellen des Containers entfällt ganz.

Vier Modelle – unzählige individuelle Varianten

Kiesel bietet nicht nur die vier Grundmodelle des Partners A-Ward an, sondern hat die Möglichkeit, jede Anlage individuell für die besonderen Anforderungen in Sachen Material und Logistik des Kunden zu konfigurieren. Das bei Loacker eingesetzte Beladungssystem ist kein Standardmodell, sondern wurde an vielen Stellen individualisiert: Der Container Tilter ist beispielsweise breiter als die Standardmodelle, da sich das Unternehmen zukünftig die Möglichkeit offenhalten möchte, Container auch von Eisenbahnwaggons mit dem Tilter aufzunehmen. Zudem ist er mit einer weiteren Metallplatte verstärkt, um dem Gewicht des hereinfallenden schweren Metalls mehr Stabilität entgegensetzen zu können – nicht unerheblich, wenn pro Greiferladung bis zu 1,5 Tonnen Material die letzten Meter in den Container fallen.

Quelle: www.kiesel.net

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