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Gewitterwolken am deutschen Konjunkturhimmel

Die Hochkonjunktur, in der sich die deutsche Wirtschaft seit dem letzten Jahr befindet, hat an Schwung verloren. Insbesondere die außenwirtschaftlichen Risiken haben deutlich zugenommen.

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Deshalb hat das ifo Institut seine Konjunkturprognose vom Frühjahr 2018 deutlich nach unten revidiert. Im laufenden und im kommenden Jahr wird nunmehr mit einem Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,8% gerechnet.
Das ifo Institut hat seine Konjunkturprognose für Deutschland deutlich heruntergesetzt. Für das laufende Jahr erwarten die Forscher nur noch 1,8 Prozent Wachstum; im Frühjahr 2018 hatten sie noch mit 2,6 Prozent gerechnet.

Für das kommende Jahr sagen sie ebenfalls nur noch 1,8 Prozent voraus, zuvor waren es 2,1 Prozent. „Die Wirtschaft hat sich in den ersten Monaten des Jahres deutlich schlechter entwickelt als gedacht. Das ifo Geschäftsklima ist zurückgegangen und die weltwirtschaftlichen Risiken haben deutlich zugenommen. Am deutschen Konjunkturhimmel brauen sich derzeit kräftige Gewitterwolken zusammen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Gleichwohl glauben wir, dass sich der deutsche Aufschwung fortsetzt, wenn auch nicht in demselben Tempo wie 2017.“

Immerhin soll die Zahl der Arbeitslosen weiter sinken von 2,5 Millionen im vergangenen Jahr auf 2,3 Millionen im laufenden und auf 2,2 Millionen im kommenden. In Prozent der Erwerbspersonen sind das 5,7, dann 5,2 und schließlich 4,9. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte neue Rekorde erzielen und steigen von 44,3 Millionen über 44,8 Millionen in diesem auf 45,2 Millionen im kommenden Jahr. Die privaten Konsumausgaben werden 2018 nur um 1,3 Prozent steigen, aber im kommenden Jahr um 1,8 Prozent.

Die Konsumausgaben des Staates steigen um1,0 Prozent in diesem und um 1,9 Prozent im kommenden Jahr, die Exporte um 3,0 Prozent 2018 und um 4,1 Prozent 2019. Der Überschuss des Staates liegt bei 38,0 Milliarden Euro in diesem und bei 37,7 Milliarden im kommenden Jahr. Und der viel kritisierte Überschuss der Leistungsbilanz beläuft sich auf 267 und 268 Milliarden Euro. Damit verringert sich der Überschuss in Relation zum Bruttoinlandsprodukt von 7,9 auf 7,6 Prozent.

Kontakt

ifo Institut
ifo Zentrum für Makroökonomik und Befragungen

Prof. Dr. Timo Wollmershäuser

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