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Mitglieder der bvse-Landesversammlung NRW besichtigen das STEINERT Test Center (Foto bvse)

Steinert: Sortierer brauchen effektive Konzepte für höhere Quoten

„Betreiber von Sortieranlagen brauchen sinnvolle und effektive Sortier- und Aufbereitungskonzepte, wenn sie die vorgegebenen Qualitäts- und Quotenziele aus dem Verpackungsgesetz und der Gewerbeabfallverordnung im nächsten Jahr erreichen wollen“, erklärte Patrick Lindweiler von STEINERT bei einer Betriebsbesichtigung des bvse-Landesverbandes NRW.

Patrick Lindweiler Patrick Lindweiler Foto: bvseLindweiler, der bei Sortierspezialist Steinert GmbH in Köln den Bereich Business Development & Key Account betreut, kennt die Anforderungen und Bedürfnisse seiner Recycling-Kundschaft genau und weiß, wovon er spricht: „Mit der Hand im Müll“ und umfangreicher Recherchearbeit hat der Hersteller von hochentwickelter Sortiertechnologie Steinert frühzeitig begonnen, den äußerst inhomogenen Gewerbemüll auf Recyclinghöfen zu analysieren.

„Die intensive Untersuchung der Abfallzusammensetzung zeigte, dass es notwendig ist, effektive Sortier- und Aufbereitungskonzepte zu erstellen und Anlagenplanungen auf die Ziele der Gewerbeabfallverordnung auszurichten, wenn man Kapazitäten und Qualitäten weitern steigern will“, so Lindweiler.

„Die nach den Vorgaben der neuen Gewerbeabfallverordnung zu erzielende Sortierquote von 85 % und die 30 prozentige Recyclingquote sind durchaus ambitioniert. Zudem hat der seit Jahresbeginn geltende Abfallimportstopp der chinesischen Regierung einen wichtigen Absatzweg versperrt, was den Druck auf die Sortieranlagenbetreiber für die Erreichung der vorgegebenen Ziele zusätzlich erhöht.“

Anlagen sollten, soweit möglich, flexibel ausgerichtet und so konzipiert werden, dass deren Betreiber im Hinblick auf variierendes In- bzw. gewünschtes Outputmaterial, und damit auf Marktveränderungen, ökonomisch reagieren könnten.

Mit modernster NIR Kameratechnologie (HSI-Technologie), der UniSort Film-Trenntechnik für Linien mit hohem Folien- und Papieranteil oder der UniSort Black für die Erfassung schwarzer und dunkler Kunststoffe hat die STEINERT-Gruppe hocheffiziente Sortierlösungen auf den Markt gebracht. Als Stand-Alone Anlagen oder in materialspezifischer Anlagenkombination mit zusätzlicher Magnettechnik ziehen diese Technologien Wertstoffe noch effektiver aus den Gemischen heraus und unterstützen die anvisierten quantitativen und qualitativen Quotensteigerungen.

Andreas Jäger Andreas Jäger Bild: bvse„Einige Entsorger haben bereits begonnen, ihre Anlagen umzurüsten, um Kunststoffe, Holz, Metalle und Glas präziser aus den Abfallgemischen herauszuziehen, sortenrein zu trennen und dem Recycling zuzuführen. Andere überlegen den Bau neuer zusätzlicher Anlagen. Dennoch gibt es immer noch viele Betriebe, die noch nicht auf die in der Gewerbeabfallverordnung festgesetzten neuen technischen Anforderungen für Sortieranlagen vorbereitet sind“, so Andreas Jäger, Head of Global Sales, Waste/Plastic Devision bei STEINERT. 

Dass grundsätzlich Bewegung in die Branche gekommen ist, konnten beide Mitarbeiter des Herstellers für Sortierlösungen, der mit Sensor- und Magnettechnik aus einer Hand ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt besitzt, bestätigen: „Unsere Auftragsbücher sind voll und unser Test Center ist auf die nächsten 3 Monate ausgebucht“, erklärte Jäger.

An seinem Stammsitz in Köln hat die Steinert-Unternehmensgruppe ein Test Center mit einer Anlagenkombination im Außen- und Innenbereich seines Werks errichtet, in dem Entsorger- und Sortieranlagen Proben ihres Input-Materials über speziell auf die Materialart abgestimmte Trenn- und Sortierprozesse laufen und anschließend analysieren lassen können. Auf Grundlage der Ergebnisse sollen so neue Konzepte entstehen, die dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit in den eigenen Sortierprozessen zu optimieren.

Steinert Test Center KölnSteinert Test Center KölnIn der rund 3 Millionen Euro teuren Außenversuchsanlage werden im Jahr bis zu 400 Beprobungen durchgeführt. Oft sind mehrere Testläufe sinnvoll, da das Inputmaterial, zeitlich versetzt oder wie beispielsweise beim Gewerbeabfall manchmal tageszeitabhängig, in den Chargen sehr variabel aussehen kann.

STEINERT ist im Recyclingbereich stark fokussiert auf die Separation von Metallen nach Aluminium, Kupfer, Edelstahl und Eisen. Sowie auf die Aufbereitung von Müllverbrennungs- und Hüttenschlacke und dem E-Schrott. Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Sortierung von Abfällen wie Gewerbe- und Baumisch- sowie Haushaltsabfällen. Des Weiteren von Altholz, Verpackungen, Kunststoffen und organischen Abfällen.

Steinert Test Center Inputmaterial E SchrottDie Materialien laufen über unterschiedliche magnetische und optische Sortierkomponenten, die über Touchscreen beliebig gesteuert werden (Bandlaufgeschwindigkeit, Druckluftstärke etc.,). Dabei können die einzelnen Anlagenkomponenten – je nach Materialfraktion – individuell ab- oder zugeschaltet werden.

Probesortierungen von sensiblem Material, wie PET-Flakes, bei dem Stör- oder Fremdstoffe besonders negative Auswirkungen auf den Qualitäts-Output haben, werden im Innentechnikum, das u.a. mit hochwirksamer NIR-Technik ausgestattet ist, durchgeführt.

 

Über Steinert:
Die STEINERT-Unternehmensgruppe beschäftigt rund 300 Mitarbeiter in seinem Stammhaus und den Tochtergesellschaften in Deutschland, den USA, Australien und Brasilien und ist mit über 50 Vertriebskooperationen weltweit vernetzt. Zur Trennung von Wertstoffen in der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft bietet STEINERT innovative Sortier-Lösungen an. Vom klassischen Magnetscheider bis zu innovativen Sensortechnologien verwendet STEINERT ein breites Spektrum von Technologien und entspricht damit einer Vielzahl von Sortierkriterien. Gemeinsam mit seinen Kunden und Partnern erarbeitet das Unternehmen den effizientesten Einsatz seiner anspruchsvollen Magnet-Separationstechnik und innovativer Sensor-Sortierung. Dabei ist er ein verlässlicher und kompetenter Partner in der Beratung, Herstellung und Inbetriebnahme ebenso wie in seinen Serviceleistungen.

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