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Bildquellenangabe: Harald Heinritz / abfallbild.de

Mehr Wiederverwendung und Recycling bei Sperrmüll

Die Deutsche Umwelthilfe befürwortet die Öffnung der Sammlung von Sperrmüll für gewerbliche Entsorgungsunternehmen. Die Entscheidung fördere innovative Lösungen zur stofflichen Nutzung.

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist nach Meinung der DUH richtungsweisend und hilft dem Umwelt- wie Klimaschutz. Sperrmüll für eine gewerbliche Sammlung zu öffnen, biete die große Chance, eine tatsächlich funktionierende Kreislaufführung von Rohstoffen zu entwickeln, die im Sperrmüll enthalten sind. Bislang wurde Sperrmüll überwiegend verbrannt und ein Recycling wertvoller Rohstoffe fand kaum statt.

"Viele Kommunen haben mit Sperrmüll ihre Verbrennungsanlagen gefüttert, anstatt sich um eine Wiederverwendung oder ein Recycling der hierin enthaltenen Produkte bzw. Wertstoffe zu bemühen", kritisiert der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch.

Die Öffnung des Marktes für gewerbliche Entsorgungsunternehmen habe das Potential, innovative Lösungen zur stofflichen Nutzung des Sperrmülls anzustoßen.

Das Bundesverwaltungsgericht hat zudem die Meinung der Vorinstanz verworfen, dass Sperrmüll nichts anderes sei als ‚großteiliger Restmüll‘. Resch: "Das ist deshalb besonders wichtig, weil es zeigt, dass der Stoffstrom ein großes Potential zur Wiederverwendung und zur stofflichen Nutzung hat und nicht ausschließlich zur Verbrennung taugt."

Über die Öffnung des Marktes für Sperrmüll hinaus fordert die DUH von der Bundesregierung, sich des Themas anzunehmen und eine Sperrmüllverordnung mit Quoten zur Wiederverwendung und zum Recycling zu erlassen. So wird sichergestellt, dass die fünfstufige Abfallhierarchie in jedem Fall umgesetzt wird.

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