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Nehlsen ersetzt alte Gewerbesortieranlage

Nehlsen plant den Bau einer neuen Anlage zur Vorbehandlung von gemischten Bau- und Gewerbeabfällen. Die neu konzipierte Anlage entspricht mit ihrer Verarbeitungskapazität von 100.000 Tonnen.

Das neue Aggregat am Standort Hüttenstraße in Bremen ersetzt die bestehende Sortieranlage, die nicht mehr den Anforderungen an eine moderne rohstofforientierte Sortierung entspricht. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal dieses Jahres vorgesehen.

Insgesamt will Nehlsen 5,5 Millionen Euro in den Anlagenbau und weitere zwei Millionen Euro in Infrastrukturmaßnahmen investieren. Das Entsorgungsunternehmen setzt damit die gestiegenen Anforderungen der neuen Gewerbeabfallverordnung konsequent um und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für den Klima- und Ressourcenschutz. Für den Betrieb der Anlage plant Nehlsen die Einstellung von 15 neuen Mitarbeitern.

„Die Anlage besitzt einen wirtschaftlich hohen Wert für uns, denn mit dieser Entscheidung entwickeln wir den Standort in Bremen konsequent zu einem Zentrum für innovative Abfallbehandlungen nach neuesten technischen Standards“, erklärt Hans-Dieter Wilcken, Geschäftsführer der Nehlsen GmbH & Co. KG. Laut der neuen Gewerbeabfallverordnung sind Gewerbe- und Industriebetriebe sowie öffentliche oder private Einrichtungen seit August 2017 verpflichtet, ihre Siedlungs- sowie bestimmte Bau- und Abbruchabfälle im Betrieb vor Ort und auch auf dem Bau getrennt zu sammeln.

Nach einer groben Vorsortierung trennt die Sortieranlage Gewerbeabfälle mithilfe hochmoderner Sieb- und Lufttrenntechnik in ihre Bestandteile wie Holz, Papier, Pappe, Kunststoff und Metall. Die Bau- und Gewerbeabfallgemische gelangen über Förderbänder in die Anlage und werden über mehrere Siebe und Trennaggregate nach Größen und Dichten voneinander getrennt. Luftströme sollen leichte von schweren Materialien herauslösen. Zusätzlich unterstützen mehrere Nahinfrarotgeräte, sogenannte NIR-Trenner, die automatische Sortierung bei der Abscheidung von Materialströmen. Die Endprodukte stellt Nehlsen der Industrie als Rohstoff wieder zur Verfügung.

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