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Hamburger Stadtreinigung baut neue Verwertungsanlage für 235 Millionen Euro

Der Aufsichtsrat der Stadtreinigung Hamburg (SRH) hat am 21.12.2017 dem Bau eines Zentrums für Ressourcen und Energie (ZRE) am ehemaligen Standort der Müllverbrennungsanlage Stellinger Moor zugestimmt.

Auf dem Betriebsplatz der Stadtreinigung Hamburg an der Schnackenburgallee 100 errichtet die SRH bis Ende 2022 eine in Deutschland bisher einmalige Kombination unterschiedlicher Abfallverwertungs- und Recyclinganlagen, die auch eine zentrale Rolle bei der zukünftigen Versorgung von Hamburger Haushalten mit klimaneutral produzierter Fernwärme spielen.

Das künftige ZRE besteht aus mehreren Teilanlagen. Dazu gehören

· eine Sortieranlage für 140.000 Tonnen Hausmüll zur Trennung von organischen Bestandteilen und heizwerthaltigem Restmüll (Ersatzbrennstoff) sowie zur Abtrennung von recyclingfähigen Wertstoffen
· eine Biogasanlage für die organische Hausmüllfraktion aus der Sortieranlage
· eine Biogasanlage für die Vergärung von Bio- und Grünabfall
· eine Anlage zur Aufbereitung von Biogas
· einer Trocknungsanlage für die Aufbereitung von feuchter Biomasse aus der Hausmüllsortieranlage
· einem Biomasseheizkraftwerk für holzige Abfälle und getrocknete Biomasse
· einem Ersatzbrennstoff (EBS)-Kraftwerk
· einer gemeinsamen Abgasnachreinigung für beide Heizkraftwerke
· und Anlagen zur Energieerzeugung (Strom, Fernwärme)

Alle Anlagenteile zusammen erzeugen bis zu 70 Megawatt Wärme, bis zu 15 Megawatt Strom sowie etwas 10 Megawatt Biogas.

Die Gesamtkosten für die Errichtung des ZRE betragen rund 235 Millionen Euro. Mit der Errichtung und dem Betrieb des ZRE ist keine Erhöhung der Hausmüllgebühren verbunden. Die SRH geht davon aus, dass für die Ko-Finanzierung des insbesondere unter Umweltschutz- und Energieeffizienzgesichtspunkten anspruchsvollen Vorhabens öffentliche Fördermittel eingeworben werden können.

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