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Neue Transparenz im Verpackungsrecycling schon ab 2018

Die Hersteller von verpackten Produkten und die dualen Systeme müssen sich schon jetzt auf mehr Transparenz bei im Verpackungsrecycling einstellen. Zwar richten sich die inhaltlichen Anforderungen an die Pflichten für Lizenzierung und Entsorgung bis zum 01.01.2019 noch nach der Verpackungsverordnung (VerpackV), doch die Datenzusammenführung in der Zentralen Stelle auf der Grundlage des Verpackungsgesetzes (VerpackG) erleichtert den Abgleich schon für die Datenmeldungen 2018.

Das neue Verpackungsgesetz sieht den Aufbau einer Zentralen Stelle Verpackungsregister vor, die ab dem 01.01.2019 als beliehene Behörde die entsprechenden Nachweise, Meldungen und Bescheinigungen bei den Herstellern und in der Entsorgungsbranche überprüfen wird. Damit ersetzt sie die Funktion einer Reihe von verschiedenen Akteuren wie Landesbehörden, Industrie- und Handelskammern sowie der Clearingstelle der Dualen Systeme, die bislang für die Überwachung des ordnungsgemäßen Recyclings zuständig waren. Unregelmäßigkeiten und Differenzen, wie sie in den vergangenen Jahren immer wieder aufgetreten sind, fallen durch die Zusammenführung der Daten in einem Register der Zentralen Stelle sofort auf und können zu Bußgeldern und Vertriebsverboten führen. Die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister hat daher Empfehlungen zur rechtskonformen Lizenzierung für das Jahr 2018 für die Hersteller auf der Webseite bereitgestellt.

Zentrale Stelle Verpackungsregister

Die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister hat ihren Sitz in Osnabrück. Sie wird mit dem Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes am 01.01.2019 als beliehene Behörde für mehr Transparenz und Kontrolle beim Verpackungsrecycling sorgen. Dazu führt sie ein Register aller Produktverantwortlichen aus Industrie und Handel, gleicht Mengen von Herstellern und dualen Systemen ab und sorgt mit Standards für mehr recyclinggerechtes Design bei Verpackungen. Vorstand der Stiftung ist die Juristin Gunda Rachut.

bvse-Tagung zum Verpackungsgesetz

Die Übergangszeit zum neuen Verpackungsgesetz stellt sich ganz offensichtlich erheblich schwieriger dar, als viele Beobachter erwartet haben. Die bvse-Tagung "Neues Verpackungsgesetz", die am 11. Oktober in Bonn stattfinden wird, gewinnt angesichts der neueren Entwicklung natürlich weiter an Interesse. Gibt sie doch Vertretern der dualen Systeme, der Kunststoffrecycler, des Bundesumweltministeriums und der Stiftung Zentrale Stelle die Möglichkeit, ihre Erwartungen, Forderungen und Herangehensweisen darzulegen und mit Teilnehmern zu diskutieren.

Weitere Informationen und Anmeldung zur bvse-Tagung "Das neue "VerpackungsG"

 

Textquelle: Mit Material von der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister

 

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