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Stillstände der Papierindustrie bedrohen funktionierende Kreislaufwirtschaft

Im Schulterschluss mit weiteren Verbänden hat sich der bvse in dieser Woche mit der Bitte an Bundesumweltministerin Steffi Lemke gewandt, sich innerhalb der Bundesregierung für den Erhalt des klimagerechten Industriestandorts Deutschland insbesondere im Papierbereich einzusetzen.

Viele Unternehmen der Papierindustrie sehen sich durch die extrem gestiegenen Energiepreise in den letzten Monaten massiv bedroht. Nicht wenige Papierfabriken erwägen, die Papierproduktion einzustellen. Mögliche Stillstände werden in der Folge die Unternehmen der Wertschöpfungskette Altpapier insgesamt in eine bedrohliche Lage bringen, denn Altpapier ist mit einer Einsatzquote von 79 Prozent der wichtigste Rohstoff für die gesamte Papierproduktion in Deutschland, machten die Verbände bvse, DIE PAPIERINDUSTRIE und BDE in ihrem Schreiben deutlich.

Über 50 Tausend Tonnen Altpapier werden von der Papierindustrie täglich zur Neuproduktion von Papier und Karton eingesetzt. Produktionsunterbrechungen oder gar – einstellungen werden zu massiven Schwierigkeiten bei der Abnahme des erfassten Altpapiers und in der Konsequenz zu einem immensen Platz- und Finanzierungsbedarf für den Aufbau von Zwischenlägern führen. Dies wiederum gefährdet die Zukunft der Entsorgungssicherheit bei den kommunalen und gewerblichen Anfallstellen und insgesamt das bisher erfolgreich funktionierend Kreislaufsystem für Altpapier, warnten die Verbände.

Das Verbändeschreiben finden Sie >>> hier zum Download