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Ressourcenschonung und Klimaschutz

Altpapier Bäume

Der Einsatz von Sekundärrohstoffen in der Papiererzeugung hat eine jahrtausendealte Tradition. Seit der Erfindung von Papier im zweiten Jahrhundert n.Chr. in China bis weit in das 19. Jahrhundert hinein wurde Papier ganz oder teilweise aus recyclierten Rohstoffen in Form von textilen Abfällen (Hanf, Lumpen) hergestellt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts trat Holz als ausreichend vorhandener Rohstoff für die Massenproduktion in Erscheinung. Da schon seit jeher Produktionsreste unmittelbar wieder in den Herstellungsprozeß zurückgeführt werden, lag es nahe, in größerem Maßstab auch externes Altpapier wiederzuverwerten. Durch gemeinsame Bemühungen von Papierindustrie und Altpapier-Entsorgungswirtschaft entwickelt sich Altpapier zum wichtigsten Rohstoff der europäischen Papier- und Kartonfabriken.

Für Unternehmen, die Altpapier einsetzen, bietet dieser Sekundärrohstoff eine wesentlich preiswertere Alternative zu Primärrohstoffen. Die Gründe für die Preis- und Kostenvorteile sind:

  • Die Papierindustrie spart Transportkosten, da die sonst benötigten Halbstoffe (Zellstoff) über große Entfernungen (Skandinavien, Nordamerika) herangeschafft werden müssten. Sie sind in Europa nicht hinreichend verfügbar.
  • Bei der Aufbereitung des Primärrohstoffes (Holz) in Halbstoffe (Zellstoff, Holzstoff) wird mehr Energie und Wasser verbraucht.

Zu Beginn der achtziger Jahre wurden die ökologischen Vorzüge des „Recycling-Produktes“ Altpapier, auch im Hinblick auf das zunehmende Umweltbewusstsein der Bevölkerung, deutlicher. Wesentliche Argumente sind:

  • Ressourcenschonung
  • Reduzierung von Papierabfallmengen durch Altpapier-Recycling 
  • Geringerer Energie- und Frischwasserverbrauch bei der Produktion
  • Umweltverträgliche Chemikalien bei der Produktion (kein Chlor)
  • Geringere CO2-Emissionen bei der Produktion