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Auch in der Schweiz wird verstärkt auf RC-Baustoffe gesetzt

Baumaterialien aus der Region um Birsfelden (Kanton Basel-Land) werden in Zukunft auf dem Areal „Staatsgrube“ recycelt und gelangen direkt in den lokalen Baustoffkreislauf zurück.

Der Regierungsrat genehmigt den Baurechtsvertrag zwischen der Einwohnergemeinde der Stadt Basel und der Baustoff Recycling Nordwestschweiz AG. Damit ermöglicht er den Bau einer innovativen Baustoff-Recycling-Anlage auf einem Industrieareal in Birsfelden.

Der Regierungsrat des schweizer Kantons hat entschieden, eine Teilfläche der Staatsgrube Birsfelden der Baustoff Recycling Nordwestschweiz AG im Baurecht abzugeben. Gleichzeitig hat er dem Grossen Rat beantragt, den Anzug Andreas Zappalà (FDP) betreffend «Aufbereitungsplätze für Bauabfälle» abzuschreiben.

Die Staatsgrube, die zuvor während vieler Jahre als Kiesgrube genutzt wurde, liegt in der Industriezone unmittelbar neben der Sternenfeldstrasse in Birsfelden. Diese Lage ist optimal für das Recycling von Bauabfällen, denn die gute Erschliessung an die Verkehrswege Wasser, Bahn und Strasse ermöglichen einen raschen Transport und kurze Wege, was einen nachhaltig positiven Effekt auf die Umwelt hat. In Zukunft kommt neben der Staatsgrube das Tunnelportal für den Rheintunnel (Erweiterung Osttangente) zu liegen. Das durch den Tunnelbau verursachte Aushubmaterial wird an Ort und Stelle verarbeitet werden können, so wie auch der Bauabfall aus weiteren Grossprojekten wie etwa den Transformationsarealen.

Die neue Baustoff-Recycling-Anlage wird durch die Baustoff Recycling Nordwestschweiz AG (gegründet von den beiden Firmen Holcim Kies und Beton AG und Antag Recycling AG) erstellt und betrieben. Ihr Schwerpunkt liegt in der Annahme und Aufbereitung von mineralischen Bauabfällen und Aushubmaterial, welches chemisch belastet ist. Neu, und bis anhin in der Nordwestschweiz nicht möglich, ist die künftige Verarbeitung von Aushubmaterial der höchsten Belastungsstufe.

Die Recycling-Anlage umfasst eine Bodenwaschanlage sowie eine Brech- und Siebanlage, in der die mineralischen Bauabfälle sowie das Aushubmaterial aufgebrochen und gesäubert werden. Der durch die Anlage gesäuberte Kies wird mittels Laufbänder an das benachbarte Betonwerk der Holcim Kies und Beton AG angebunden, wodurch ein grosser Anteil des Materials wieder in den Baustoffkreislauf eingespiesen wird. Zwei Drittel des Materials können wiederaufbereitet werden und in den Baustoffkreislauf zurückfliessen.

Die Baustoff-Recycling-Anlage auf dem Areal der Staatsgrube entspricht dem Auftrag der bikantonalen „Taskforce Baustoffkreislauf Regio Basel“, in der die Kantone nach Lösungen suchen, wie Bauabfälle aus der Region in den Baustoffkreislauf zurückgelangen und nicht mehr deponiert werden müssen.

Neu, und bis anhin in der Nordwestschweiz nicht möglich, ist die künftige Verarbeitung von Aushubmaterial der höchsten Belastungsstufe.

Quelle: www.bs.ch