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Recyclingbaustoffe für die Wertschöpfungskette wichtig

München. Als wichtigen Bestandteil des Umweltpaktes Bayern bezeichnete Dr. Johann Schachtner, stellvertretender Amtschef und Abteilungsleiter Industrie und Internationalisierung im bayerischen Wirtschaftsministerium, die Herstellung und den Einsatz von qualitätsgesicherten Recyclingbaustoffen.

Vor mehr als hundert Teilnehmern des gemeinsamen Begrüßungsabend von Baustoffrecycling Bayern e.V. und bvse-Fachverband Mineralik – Recycling und Verwertung betonte Dr. Johann Schachtner die Bedeutung eines intensiven Dialogs und einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen dem Wirtschaftsministerium und den Wirtschaftsverbänden, um auf diesem Gebiet weitere Fortschritte erzielen zu können.

Zuvor begrüßten BR Bayern-Präsident Matthias Moosleitner und bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock den Hauptredner und die Recyclingunternehmer aus Bayern und ganz Deutschland.

Dabei machte Rehbock deutlich, dass der Mittelstand mehr Rückendeckung von der Politik erwarte. Eine immer größer werdende Regulierungsdichte und eine Bevorzugung kommunaler Unternehmen mache es den kleineren und mittleren Unternehmen der Branche immer schwerer sich zu behaupten.

Rehbock begrüßte daher, dass das Wirtschaftsministerium in Bayern den Dialog suche und Unterstützung signalisiere.

Recyclingbaustoffe haben Zukunft

Dr. Johann Schachtner wies in seiner Rede darauf hin, dass der Einsatz von Recyclingbaustoffen drei wichtige Zukunftskomponenten habe. So könne damit ein wichtiger Beitrag für nachhaltiges Wirtschaften geleistet werden, die Wirtschaftskraft gestärkt und einem Entsorgungsnotstand entgegengewirkt werden.

Schachtner: "In einer hocharbeitsteiligen Wirtschaft ist das Baustoffrecycling ein bedeutender Teil der Wertschöpfungskette. Ihre Unternehmen sind daher Protagonisten einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung."

Die bayerische Wirtschaft sei, so der hochrangige Vertreter des Wirtschaftsministeriums, auf gesicherte Rohstoffverfügbarkeit zu wettbewerbsfähigen Preisen dringend angewiesen. Zwar seien natürliche Rohstoffvorkommen in Bayern vorhanden, diese seien aber endlich und drohten auf Dauer knapp zu werden. Deshalb sei es das Ziel der bayerischen Staatsregierung den Rohstoffverbrauch vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln. Wenn mineralische Rohstoffe nicht beseitigt, sondern immer wieder verwendet würden, könne dies ein sehr wichtiger Beitrag zu einer höheren Rohstoffproduktivität sein.

Allerdings sei der Einsatz von Recyclingbaustoffen nur sinnvoll, wenn die Qualität immer sichergestellt werden könne. In diesem Zusammenhang verwies er auf die Gütesicherung durch den Baustoff Recycling Bayern e.V.

BR Bayern-Geschäftsführer Stefan Schmidmeyer berichtet in seinem Redebeitrag davon, dass die Verfügbarkeit von zertifizierten Recyclingbaustoffen in Bayern noch nie so hoch gewesen sei. Trotzdem lasse die Akzeptanz von öffentlicher Hand, aber auch der Wirtschaft zur Verwendung dieser Produkte bei Bauprojekten immer noch zu wünschen übrig.

Dr. Schachtner räumte ein, dass es noch Barrieren gebe, die es zu überwinden gelte. Er verwies auf konkrete Forschungsprojekte und Vorhaben im Rahmen des Umweltpaktes. Das gemeinsame Ziel müsse sein, die Sensibilisierung und die Akzeptanz für den Einsatz von Recyclingbaustoffen zu steigern.

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