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Bildquelle: SUEZ Deutschland

SUEZ baut hochmoderne LVP-Sortieranlage in Ölbronn

Der Umgang mit Kunststoffen ist aktuell ein wichtiges und viel diskutiertes Thema. So hat beispielsweise das EU-Parlament dafür gestimmt, Einwegplastikprodukte wie Strohhalme künftig zu verbieten. Auch für SUEZ ist Kunststoffrecycling eines der bedeutendsten Geschäftsfelder.

Das momentan größte Projekt von SUEZ in Deutschland befindet sich auf der Zielgeraden: Der Bau einer hochmodernen Sortieranlage für Leichtverpackungen im baden-württembergischen Ölbronn. Nach nur knapp mehr als einem Jahr Bauzeit wird die Anlage Anfang 2019 ihren Betrieb aufnehmen. In der weitestgehend automatisierten Sortieranlage werden Verpackungen hocheffektiv nach Kunststoffarten wie PP, PE, PS und PET sortiert. Hintergrund: Die sortenreine Trennung der Kunststoffarten ist Voraussetzung für hochwertiges Recycling von Sekundärrohstoffen.

Die gesamte Wertschöpfungskette konsequent abbilden

Mit einer Kapazität von mehr als 100.000 Tonnen pro Jahr gehört der Neubau zu den größten Sortieranlagen in Deutschland. Die neue LVP-Sortieranlage wird nach modernstem Stand der Technik arbeiten und deckt auch künftige gesetzliche und technische Anforderungen ab. SUEZ kann damit weiterhin dem eigenen Anspruch gerecht werden, konsequent die gesamte Wertschöpfungskette abzubilden. Das beginnt mit dem Einsammeln von Abfällen über die Sortierung bis zur Vermarktung der recycelten Werkstoffe.

02 SUEZ Deutschland 2Bildquelle: SUEZ Deutschland

In der neuen LVP-Sortieranlage wird im gesamten Ablaufprozess auf neue Techniken, modernste Anlagen und den Einsatz digitaler Anlagensteuerung gesetzt. Bereits bei der Abwicklung der an- und abfahrenden Lkw wird ein hochmodernes Hofmanagement eingesetzt.

Der Fahrer meldet sich bei einem EDV-gestützten Anmeldeterminal an der Abwurfstelle an. Auch hier setzt SUEZ Akzente, denn anstelle einer offenen Fläche zur Zwischenlagerung wird das Sortiergut in einen Tiefbunker entladen.

Neben der höheren Sicherheit für die Fahrer bietet diese Lösung eine Verringerung der Geruchs- und Geräuschemission. Eine weitere Besonderheit ist der leise, umweltfreundliche Elektrokran, der für die Beschickung der Anlage zuständig ist. So kommen sich Radladerverkehr und Lkw-Anlieferverkehr nicht in die Quere.

Der Kran befördert das Sortiergut vollautomatisch aus den vier Tiefbunkersegmenten auf das Förderband mit Verwiegung. Das Sortiergut wird anschließend über eine Fördertechnik mit energiesparenden Antrieben durch den Sortierprozess befördert. Es geht durch drei Siebtrommeln zu 23 Nahinfrarottrennern und einem Sortiersystem für schwarze Kunststoffe, Abscheidern für Eisen und NE-Metalle sowie Ballistikseparatoren, die eine optimale Abscheidung von Wertstoffen ermöglicht.

Die getrennten Wertstoffe werden, je nach Fraktion, in mit Waagen ausgerüsteten Bunkern gesammelt, um dann, nach erreichtem Gewicht für einen Ballen, in Richtung Ballierer befördert zu werden. Die hochmoderne Technik der Anlage, eingebunden in eine digitale Steuerung bewirken ein optimales Zusammenspiel der Anlagenkomponenten und ermöglichen ein neues Maß von Wertstoffreinheit.

Auch im Bereich Brandschutz ist die Anlage auf dem neuesten Stand der Technik. Neben der Trennung des Tiefbunkers und der Sortierhalle durch eine Brandwand und Brandschott wird eine hochmoderne Infrarot-Sensorik mit Löschkanonen integriert, die punktuell Hotspots bekämpft bevor es brennt.

Zahlen, Daten, Fakten

    Kapazität: 100.000 Tonnen/ Jahr
    10.000 Quadratmeter Hallenfläche
    Rund 50 neue Arbeitsplätze
    Umfassender Brandschutz

Text- und Bildquelle: SUEZ Deutschland

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