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Höfken setzt sich erfolgreich für Reduzierung von Plastikabfällen ein

Die rheinland-pfälzische Initiative für die Reduzierung von Plastikabfällen stieß bei der 91. Umweltministerkonferenz in Bremen auf Zustimmung.

1 Ulrike HoefkenUmweltministerin Ulrike Höfken © MULEWF, Foto: Kerstin Bänsch „Die Umweltministerkonferenz war aus unserer Sicht ein voller Erfolg: Damit senden wir ein starkes Signal in Richtung Bundesregierung für mehr Recycling“, freute sich Umweltministerin Ulrike Höfken nach Abschluss des Treffens der Umweltministerinnen und Umweltminister in Bremen.

Kunststoffe: Stärkere Wiederverwendung und stoffliche Verwertung

„Die Umweltministerkonferenz folgt unserem Antrag, sich für eine Erweiterung der Ökodesignrichtlinie einzusetzen, um eine stärkere Wiederverwendung und stoffliche Verwertung von Kunststoffen zu erreichen“, sagte Höfken.

Neben einer Ergänzung der von der EU-Kommission vorgelegten Liste der ersetzbaren Einwegkunststoffprodukte und Verwendung alternativer umweltfreundlicher Stoffe fordert die Umweltministerkonferenz ambitionierte Vorgaben in der Produktzusammensetzung für den Anteil wiederverwerteten Kunststoffs am Produkt. Geprüft werden soll, inwiefern in bestimmten Produkten ein Mindesteinsatz von Rezyklaten etwa in Baustoffen, Möbeln oder dem Kfz-Bereich oder eine Senkung des Kunststoffanteils möglich wäre, zum Beispiel in Autoreifen.

„Der Einsatz von Rezyklaten in Produkten muss stärker gefördert werden“, appelliert Ulrike Höfken an die Bundesregierung, um den Markt für Sekundärrohstoffe weiterzuentwickeln. Bislang macht die Nachfrage nach recycelten Kunststoffen innerhalb der EU-Mitgliedstaaten nur rund sechs Prozent der Kunststoffmenge in Europa aus. Die Hersteller sollen mehr Verantwortung für ihre Kunststoffprodukte übernehmen.

„Wir brauchen europaweit einheitlich hohe Verwertungsquoten und dabei eine stärkere Standardisierung der Sortierung von Kunststoffabfällen. Darum fordern wir auch eine Markierungspflicht für bestimmte Kunststoffe, um sie besser identifizieren zu können“, sagte Höfken. „Zusätzlich brauchen wir  eine Neubewertung von Weichmachern. Diese sogenannten Phthalate sollten in ihrer Auswirkung auf den Menschen wissenschaftlich als Gruppe bewertet werden, weil sich ihre Wirkungen addieren können“, so die Ministerin.

Quelle: mueef.rlp.de

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