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Grüne mit Aktionsplan gegen Plastikmüll

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat am 28. August 2018 einen "Aktionsplan gegen Plastikmüll" vorgelegt. Anton Hofreiter, Vorsitzender der Grünen-Bundestagsfraktion und die umweltpolitische Sprecherin Dr. Bettina Hoffmann stellten das Konzept der Öffentlichkeit vor.

00 aktionsplan gruene plastik.dePlastik, so heißt es in dem Papier, sei für viele Anwendungen ein sinnvoller und vielseitiger Werkstoff.

"Es ist aber irrsinnig, dass extrem langlebige und haltbare Kunststoffprodukte teilweise nur für wenige Tage oder gar Minuten im Einsatz sind. Vor allem Einwegverpackungen und andere Wegwerfprodukte aus Plastik verschwenden wertvolle Ressourcen und verschmutzen durch unsachgemäße Entsorgung die Natur", so die Grünen.

Es wird ausgeführt, dass jährlich pro Kopf 220,5  Kilogramm Verpackungsabfall anfallen, davon sind 37,6 Kilogramm Plastikmüll. Damit sei Deutschland das "europäische Schlusslicht" bei der Vermeidung von Verpackungsmüll.

Kernforderungen:

Plastik vermeiden

Verbindliches Abfallvermeidungsziel: Bis 2030 muss sich das Aufkommen an Verpackungsabfall in Deutschland halbieren - auf 110 Kilogramm pro Kopf sinken. Einführung einer Abgabe auf besonders umweltschädliche Wegwerfprodukte wie Plastiktüten, Coffee-to-go-Becher oder Take-away-Essensverpackungen.

Mehrweg stärken

Verbindliche Mehrwegquote: Bis 2030 wollen wir den Mehrweganteil am deutschen Getränkemarkt auf 80 Prozent steigern. Mit einer Lenkungsabgabe auf Einweggetränkeverpackungen setzen wir dem Handel klare Anreize, mehr Mehrweg zu verkaufen.

Neustart der Entsorgungswirtschaft

Mit einer deutschlandweiten Wertstofftonne und selbstlernenden Recyclingquoten schaffen wir den Neustart der Entsorgungssysteme. Die Lizenzentgelte für Verpackungen entwickeln wir zu einer Ressourcenabgabe weiter, die Einwegverpackungen verteuert und recyclingfreundliches Design fördert (Bonus-Malus-System).

Neues Level im Ökodesign

Bis 2030 müssen alle Kunststoffprodukte recyclingfähig sein und zu mindestens 50 Prozent aus wiederverwerteten Kunststoffen bestehen.

Subventionen streichen, Innovationen fördern

Wir streichen die indirekten Plastiksubventionen in Höhe von mindestens 780 Millionen Euro jährlich, und fördern Kreislaufwirtschafts-Innovationen u.a. mit einem Recycling-Forschungsinstitut.

Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt schon an der Quelle stoppen

Deutschland muss dem Beispiel Schwedens folgen und Mikroplastik in Kosmetika verbieten. Abgelaufene Lebensmittel dürfen nicht mehr mit Verpackungen geschreddert werden und dann über Biogasanlagen oder Faultürmen von Kläranlagen in der Umwelt landen.

Global Initiative ergreifen

Wir wollen ein globales Plastikabkommen unter dem Dach der Vereinten Nationen, um bis 2030 den Eintrag von Plastik und Mikroplastik in unsere Meere zu stoppen.

Zum Herunterladen: Autorenpapier "Grüner Aktionsplan gegen Plastikmüll" von Dr. Bettina Hoffmann, Dr. Anton Hofreiter, Oliver Krischer, Steffi Lemke

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