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Belgisches Recyclingunternehmen ECO-oh! möchte Kapazitäten verdoppeln

ECO-oh!, das belgische Recyclingunternehmen mit dem bekannten rosa Sack, möchte bis 2020 seine Kapazitäten verdoppeln. Um die von der EU vorgegebene Recyclingquote  für Kunststoffe von 55 Prozent bis 2025 zu erreichen, hat Eigentümer Koen Verhaert erste Weichen für sein Unternehmen gestellt und Lorenzo Delorenzi zum neuen CEO von ECO-oh! benannt.

01 26 Lorenzo Delorenzi Eco ohLorenzo Delorenzi der neue CEO von ECO-oh!ECO-oh! möchte noch stärker zu den Zielsetzungen der Europäischen Union beitragen, die Belgien verpflichtet, ab 2025 mindestens 55 % der Kunststoffabfälle zu recyceln und ab 2035 sogar 65 %. Auf diese Weise sollen der Abfallberg verkleinert und die Meeresverschmutzung durch Kunststoffe reduziert werden. Dadurch werden sich die gesammelten Mengen in kurzer Zeit verfünffachen. Als Vorbereitung darauf möchte ECO-oh! seine Kapazitäten erweitern.

Um dieses Wachstum in die richtigen Bahnen zu lenken, wurde der 55-jährige Lorenzo Delorenzi zum CEO ernannt, der sich im Kunststoff- und Recyclingbereich bestens auskennt. Dank langjähriger Erfahrung bei Unternehmen in der Verpackungs- und petrochemischen Branche verfügt der Belgier mit italienischen Wurzeln über das nötige Know-how, um die ehrgeizigen Ziele von ECO-oh! zu realisieren.

Laut Delorenzi hat ECO-oh! aufgrund des großen gesellschaftlichen Interesses noch ein enormes Wachstumspotenzial.

„Als Unternehmen tragen wir eine starke gesellschaftliche Verantwortung, denn wir sorgen dafür, dass das Recycling von Kunststoffen bald genauso normal wird wie das von Papier oder Glas.  Dies fördern wir durch laufende Innovationen in der Sortier-, Recycling- und Produktionstechnologie. ECO-oh! wählt dabei bewusst Partnerschaften sowohl mit der Recycling- als auch mit der petrochemischen Branche“, so Delorenzi.

Mit seinem Hauptsitz in Houthalen ist ECO-oh! das einzige belgische Unternehmen, das gemischte Kunststoffabfälle aus Haushalten (Butterdosen, Joghurtbecher, Plastiktüten, Spielzeug usw.) zu neuen Rohstoffen und Produkten aufbereitet. Das Unternehmen verarbeitet bereits jetzt die Kunststoffabfälle von mehr als zwei Millionen Flamen, d. h. von jedem dritten. Daraus werden beispielsweise Garteneinfassungen, Straßenmöbel und Designerbänke hergestellt.

ECO-oh! verbuchte im letzten Jahr einen Umsatz von zehn Millionen Euro. Delorenzi verfolgt das Ziel, diesen Umsatz bis 2020 zu verdoppeln, und er wird sich zusammen mit seinem Team noch stärker auf dem ausländischen Markt engagieren. So stieg beispielsweise der Export für Garteneinfassungen im vergangenen Jahr um mehr als 50 %. Frankreich wurde auf diese Weise zum zweiten Heimatmarkt.

2018 wird ECO-oh! seine Produkte voraussichtlich auch in den Nachbarländern einführen, darunter Deutschland. Dadurch erwartet das Unternehmen eine Verdoppelung des Exports.

Über ECO-oh!

ECO-oh! wurde 1989 von den Kempense Steenkoolmijnen, OVAM, LVM und Eurobox gegründet, damals noch unter dem Namen Ekol. 2010 wurde das Unternehmen von den heutigen Eigentümern aufgekauft.

- Niederlassungen in Houthalen-Helchteren und Laakdal   
- 45 Mitarbeiter
- Verarbeitet jährlich 7,5 Millionen rosa Säcke, d. h. durchschnittlich 37.500 pro Tag
- Momentan werden 70 % des Produktsortiments auf dem inländischen Markt vertrieben

Bildquelle und weiter Informationen: www.eco-oh.com

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