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Made in Space: Kunststoffrecycling auf der ISS

Ab dem kommenden Jahr erhalten die Astronauten der Internationalen Raum Station (ISS) eine  Recyclinganlage für Gegenstände aus Plastik und Verpackungen. Diese soll in Zukunft dazu beitragen, die Autonomie und Nachhaltigkeit von zukünftigen Missionen außerhalb unseres Planeten weiter zu verbessern.

10 23 BraskemDie Initiative ist eine Erweiterung des Projekts "Printing the Future", einer Partnerschaft zwischen Braskem, dem größten petrochemischen Unternehmen in Amerika und der weltweit führende Hersteller von Biopolymeren und Made In Space, dem führenden Entwickler von 3D-Druckern für den Betrieb in der Schwerelosigkeit und Zulieferer der NASA. Dies wird der erste kommerzielle Kunststoff-Recycling-Vorgang in der Geschichte der Weltraummissionen sein.

Im vergangenen Jahr stellte die Unternehmenspartnerschaft den Astronauten einen sogenannten „Grünen Kunststoff“, ein bio-basiertes Harz aus Zuckerrohr, zu Verfügung, die diese für den Druck von Werkzeugen und Ersatzteilen einsetzten. Die Wiederaufbereitungsanlage, die im zweiten Halbjahr 2018 die ISS erreichen soll, soll dort den Kunststoffkreislauf mit Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit schließen. Die Erfindung soll dazu beitragen, die Kosten von Weltraummissionen zu senken und das Gewicht der von der Erde getragenen Nutzlasten zu verringern.

"Auf der ISS gibt es erhebliches Potenzial für das Recycling von Kunststoffen: Lebensmittelverpackungen beispielsweise müssen so nicht einfach nur entsorgt werden, sondern erhalten nach dem Recycling einen anderen Verwendungszweck für die Astronauten. Wiederaufbereitungsanlage und der bereits im vorigen Jahr eingeführte 3D-Drucker bilden ein Komplettpaket, dass die Autonomie und die Nachhaltigkeit von Langzeitmissionen in Zukunft weiter voranbringt ", sagte Andrew Rush, Präsident und CEO von Made In Space.

Die Maschine besteht aus einem Kunststoff-Brech- und Extrusions-System, das ein Filament erzeugt, das von dem bereits auf der ISS installierten 3D-Drucker verwendet werden kann. Die Kunststoffrecyclinganlage ermöglicht den Astronauten so unter anderem die Verwendung von „Grünen“ Polyethylen-Werkzeugen und Teilen, die zuvor von dem 3D-Drucker hergestellt wurden. Aber auch bereits auf der ISS vorhandene Kunststoffmaterialien, wie Lebensmittelverpackungen, für die sonst keine Verwendung mehr bestünde, erhalten so ein neues Leben und können nach dem Recyclingvorgang erneut zum Einsatz kommen. 

"Die erste Kunststoffrecyclinganlage in den Weltraum zu bringen, ist für Braskem eine große Herausforderung und erfüllt uns mit Stolz. Diese zweite Phase unserer Partnerschaft mit Made In Space wird den Kunststoffkreislauf nachhaltig schließen. Von der Produktion von grünem Polyethylen aus Zuckerrohr bis hin zum Recycling von Polymeren für andere Anwendungen ", sagte Patrick Teyssonneyre, Leiter Innovation & Technologie bei Braskem.

Wecycle-Plattform
Fernab vom Weltarum auf dem Planeten Erde bildet Braskem zudem Recycling-Initiativen und fördert die Wiederverwendung von Kunststoffen durch die Wecycle-Plattform, die geschaffen wurde, um die Entwicklung von Unternehmen zu fördern, die Wert auf Post-Consumer-Plastikabfälle legen. Die Initiative stärkt das Engagement des Unternehmens für die Kunststoffkette in Brasilien, indem es die Entwicklung von Produkten mit recycelten Bestandteilen fördert und gleichzeitig technische Qualität, Zuverlässigkeit sowie ökologische und soziale Werte für die gesamte Branche sicherstellt.

Um Partnerschaften mit Kunden, Recyclern und Markenbesitzern zu stärken und neue Anwendungen für recycelte Kunststoffe zu entwickeln, verfügt Braskem über ein eigenes Recycling-Team und die Wecycle-Plattform. Unternehmen wie Grupo Pão de Açúcar (GPA) und Muzzicycles haben bereits neue Lösungen für das Kunststoffrecycling entwickelt, die durch die Integration verschiedener Glieder in der Produktionskette ermöglicht werden.

Bild und Quelle: www.braskem.com

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