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Mayr Melnhof mit kontinuierlichem Geschäftsverlauf im 3. Quartal

Die Mayr-Melnhof Gruppe konnte auch im 3. Quartal mit solider Mengen- und Cash-Flow-Entwicklung an den bisher insgesamt kontinuierlichen Geschäftsverlauf in 2020 anschließen.

Die Konzentration auf die systemrelevanten Produkte, Karton und Kartonverpackung für Güter des täglichen Bedarfes, zeigt trotz herausfordernder Rahmenbedingungen eine gewisse Resilienz. Dem starken Auftragsanstieg zu Beginn der Pandemie Anfang des 2. Quartals folgte im Jahresverlauf eine weitgehende Normalisierung der Nachfrage.

Während die Umsatzerlöse der ersten drei Quartale wieder nahezu das Vorjahresniveau erreichten, liegen die Ertragszahlen erwartungsgemäß infolge von Einmaleffekten vor allem aus markt- und strukturbedingt notwendigen Anpassungen unter dem Vorjahr. Diese belasten das operative Ergebnis kumuliert per Ende September 2020 mit 57,5 Mio. EUR, wovon ein Großteil auf Abschreibungen von langfristigen Vermögenswerten entfällt.

In der Kartondivision trugen insbesondere vorteilhafte Rohstoffkosten sowie eine konsequente Preispolitik zu einer positiven Entwicklung im laufenden Geschäft bei. Die Packagingdivision zeigte sich vor allem aufgrund der insgesamt guten Mengenentwicklung robust.
Kostenoptimierung und vertiefte Marktdurchdringung stehen im Fokus der MM Gruppe mit dem Ziel nachhaltig Wachstum und Ertragskraft in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld zu verbinden. Die darauf gerichteten Investitions-, Innovations- und Akquisitionstätigkeiten werden intensiviert. Wie bereits indiziert, wird das Jahresergebnis aufgrund von Einmaleffekten unterhalb des Vorjahres erwartet.

Verlauf des 3. Quartals

Aufgrund einer gut bevorrateten Lieferkette hat sich der Auftragseingang bei MM Karton im Verlauf des 3. Quartals erwartungsgemäß abgeschwächt. Die Kapazitätsauslastung der Kartondivision lag jedoch vor allem aufgrund eines geplanten Umbaus im Kartonwerk Gernsbach, Deutschland, mit 95 % unter dem Wert des Vorquartals und Vorjahres (Q2 2020: 99 %; Q3 2019: 98 %). Demgegenüber zeigte sich die Auftragslage von MM Packaging insgesamt stabil, wobei einem Zuwachs bei Produkten des täglichen Bedarfes (Fast Moving Consumer Goods) niedrigere Mengen in hochwertigen Märkten wie Duty-free, Premium und Kosmetikartikeln gegenüberstanden.

Ausblick

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und des damit verbundenen starken Konjunkturabschwungs auf das Unternehmens-Geschäft und die Lieferkette bleiben weiter schwer einschätzbar. Infolge des Schwerpunktes der Geschäftstätigkeit auf systemrelevante Verpackungsprodukte für Güter des täglichen Bedarfes sollte jedoch weiterhin eine gewisse Resilienz gegeben sein. Die aktuelle Entwicklung der Auftragsstände auf normalem Niveau signalisiert Kontinuität aber auch kurzfristige Visibilität. Für den strategischen Rohstoff Altpapier ist coronabedingt mit steigender Preisvolatilität zu rechnen.

Das Jahresergebnis wird aufgrund von Einmaleffekten weiter unterhalb des Vorjahres erwartet.

Der Fokus auf Optimierung der Kostenstrukturen und Erhöhung der Marktdurchdringung wird konsequent fortgesetzt. Darauf gerichtete Investitions-, Innovations- und Akquisitionstätigkeiten werden intensiviert.

Entwicklung in den Divisionen

MM Karton

Mit Blick auf die ersten drei Quartale 2020 war die Nachfrage auf den europäischen Kartonmärkten insgesamt durch Kontinuität gekennzeichnet. Innerhalb des Jahresverlaufes folgte der verstärkten Ordertätigkeit zu Beginn der Pandemie sukzessive eine Normalisierung. Der durchschnittliche Auftragsstand der Division lag mit 104.000 Tonnen daher noch über dem Vergleichswert des Vorjahres (Q1-3 2019: 71.000 Tonnen). Marktanteile konnten trotz hoher Preisdisziplin selektiv hinzugewonnen werden. Mit 97 % (Q1-3 2019: 98 %) waren die Kapazitäten der Division nahezu voll ausgelastet.

Die Preise für gemischte Altpapiersorten verzeichneten nach einem sprunghaften Anstieg aufgrund von Sammelengpässen während des Lockdowns im Frühjahr in weiterer Folge eine volatile Bewegung auf tieferem Niveau.

Die Kartonproduktion lag mit 1.298.000 Tonnen leicht unter der Vorjahresperiode (Q1-3 2019: 1.303.000 Tonnen), der Verkauf mit 1.294.000 Tonnen leicht darüber (Q1-3 2019: 1.279.000 Tonnen). Wie im Vorjahr wurden rund 84 % in Europa und 16 % auf außereuropäischen Märkten abgesetzt.

Die Umsatzerlöse entwickelten sich mit 797,4 Mio. EUR preisbedingt leicht unter dem Vorjahresniveau (Q1-3 2019: 813,0 Mio. EUR). Das betriebliche Ergebnis reduzierte sich infolge von Einmaleffekten von 87,4 Mio. EUR auf 68,4 Mio. EUR. Die Operating Margin belief sich dadurch auf 8,6 % (Q1-3 2019: 10,8 %).

Stilllegung der Kartonproduktion in Hirschwang, Österreich

Anfang September wurde über die Stilllegung der kleinen Kartonmaschine am österreichischen Standort Hirschwang informiert. Hohe anstehende Ausgaben für die 70 Jahre alte, wettbewerbsschwache Maschine waren nicht zu rechtfertigen. Das Ergebnis der Kartondivision wurde dadurch mit rund 21 Mio. EUR belastet, wovon der überwiegende Teil auf Abschreibungen entfällt. Ein Sozialplan wurde für die betroffenen Mitarbeiter vereinbart. Der Standort Hirschwang wird sich künftig auf die bestehende Faltschachtelproduktion konzentrieren, die durch Investitionen gestärkt werden soll.

MM Packaging

Die europäischen Faltschachtelmärkte waren in den ersten drei Quartalen 2020 ähnlich wie der Kartonmarkt durch ein hohes Maß an Kontinuität geprägt. Nach einem Auftragseingang auf Rekordniveau zu Beginn der Pandemie Ende des 1. Quartals hat sich dieser weitestgehend normalisiert. Bedingt durch Covid-19 blieb die Situation nach Produktgruppen aber weiter heterogen. Dem Zuwachs bei Produkten des täglichen Bedarfes steht ein Rückgang in hochwertigen Märkten wie Duty-free, Premium und Kosmetikartikel gegenüber. Coronabedingt gab es bisher nur kurzzeitig an einigen Produktionsstandorten Werksstillstände.

Kostensenkungsprogramme durch Investitionen sowie Portfoliobereinigungen wurden konsequent fortgesetzt. Im Zuge dessen wurden im 3. Quartal Aufwendungen für strukturelle Anpassungen erfasst.

Die Umsatzerlöse lagen mit 1.195,5 Mio. EUR (Q1-3 2019: 1.194,6 Mio. EUR) auf Vorjahresniveau. Das betriebliche Ergebnis ging infolge von Einmaleffekten auf 100,9 Mio. EUR (Q1-3 2019: 108,2 Mio. EUR) zurück. Die Operating Margin reduzierte sich entsprechend auf 8,4 % (Q1-3 2019: 9,1 %).

Vor allem durch Verschiebungen im Produktmix stieg die verarbeitete Tonnage um 7,6 % von 591.000 Tonnen auf 635.000 Tonnen.

>>> Zum Download: Ergebnisse zum 3. Quartal 2020

Quelle und weitere Informationen: www.mayr-melnhof.com

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