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UPM schließt Papierfabrik Kaipola in Finnland

Die finnische Papierfabrik Kaipola von UPM, einem der größten internationalen Hersteller von Papier, Zellstoff und Holzprodukten, soll im letzten Quartal 2020 endgültig geschlossen werden. Der Betrieb der Papierfabrik Jämsänkoski wird fortgesetzt.

Die Mitarbeiterkonsultationen für die UPM Communication Papers wurden diese Woche in den Werken bei Jämsä abgeschlossen. Die Papierfabrik UPM Kaipola in Jämsä, Finnland, wird bis Mitte Dezember endgültig geschlossen. Die zweite Papierfabrik von UPM in Jämsä, UPM Jämsänkoski, wird den Betrieb mit einer grafischen Papiermaschine und zwei Spezialpapiermaschinen fortsetzen.

Die Beteiligten waren nicht in der Lage, eine wirtschaftlich tragfähige Lösung für den künftigen Betrieb von UPM Kaipola zu finden.

Infolgedessen werden die drei Papiermaschinen von Kaipola dauerhaft stillgelegt. Davon werden insgesamt 448 Arbeitsplätze im Werk betroffen sein, von denen 20 Stellen auf den Geschäftsbereich Spezialpapiere von UPM Jämsänkoski übertragen werden.

Bei etwa 20 % der Entlassungen wird es sich um Pensionierungen handeln, über die noch verhandelt wird.

Die Schließung wird zu einem jährlichen Kapazitätsabbau von 720.000 Tonnen grafischem Papier führen, davon 450.000 Tonnen Zeitungsdruckpapier und 270.000 Tonnen beschichtetes mechanisches Papier. Ein Nachbetreuungsteam wird nach der Schließung für sichere Bedingungen in der Fabrik sorgen.

Die Entscheidungen basierten auf gründlichen Bewertungen der Nachfrage nach grafischem Papier, der globalen Wirtschaftsentwicklung und des lokalen Betriebsumfelds.

Die weltweite Nachfrage nach grafischem Papier ist seit Jahren kontinuierlich rückläufig. Darüber hinaus haben die COVID-19-Pandemie und damit verbundene Maßnahmen kurzfristig zu einer Unterbrechung der Nachfrage geführt und die gesamtwirtschaftlichen Aussichten geschwächt.

"UPM Kaipola verfügt über kompetente Teams und gut funktionierende Maschinen. Externe Faktoren wie die hohen Logistikkosten in Finnland, die hohe Steuerbelastung und Arbeitskosten sowie die steigenden Faserkosten machen es jedoch zu dem am wenigsten wettbewerbsfähigen Unternehmen unter den Grafikpapierfabriken von UPM. Seine Rentabilitätsaussichten haben sich dauerhaft verschlechtert", sagt Winfried Schaur, Executive Vice President für UPM Communication Papers.

Es gab Anfragen von Unternehmen aus verschiedenen Branchen bezüglich des UPM Standorts Kaipola. UPM prüft diese Anfragen. Darüber hinaus beteiligt sich UPM an der von der Stadt Jämsä eingerichteten Kooperationsgruppe für plötzliche Umstrukturierungen und arbeitet mit Behörden des finnischen Ministeriums für Beschäftigung und Wirtschaft zusammen.

Die am 15.10.2020 angekündigten Maßnahmen stärken die allgemeine Kostenwettbewerbsfähigkeit von UPM Communication Papers und sind eine Voraussetzung für eine langfristig konstante profitable Leistung. Als Posten, die die Vergleichbarkeit im dritten Quartal 2020 beeinträchtigen, verbucht UPM Restrukturierungskosten in Höhe von insgesamt 99 Mio. EUR, davon 38 Millionen EUR als Cash-Kosten. Die Maßnahmen sollen zu jährlichen Einsparungen von 47 Mio. EUR führen.

Quelle: www.upm.com

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