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Ergebnisse des 2. Quartals 2020 bei UPM durch Lockdowns beeinträchtigt

Der coronabedingte Lockdown zeigt bei UPM im zweiten Quartal 2020 unterschiedliche Auswirkungen. Die Umsatzerlöse sanken um 20 % auf 2.077 Mio. Euro (2.605 Mio. Euro in Q2 2019) aufgrund geringerer Auslieferungen von grafischen Papieren sowie niedrigerer Verkaufspreise für Zellstoff und Papier.

Das 2. Quartal im weiteren Überblick:

  • Das vergleichbare EBIT sank um 41 % auf 203 Mio. Euro (345 Mio. Euro) und lag bei 9,8 % (13,2 %) der Umsatzerlöse.
  • Die COVID-19-Lockdowns führten zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach grafischen Papieren.Die Nachfrage nach Etikettenmaterialien und Spezialpapieren hat sich während der Lockdowns gesteigert.
  • Der operative Cashflow betrug 156 Mio. Euro (436 Mio. Euro).
  • Die Papierfabrik UPM Chapelle und die Sperrholzfabrik UPM Jyväskylä wurden geschlossen.

H1 2020 Überblick

  • Die Umsatzerlöse sanken um 18 % auf 4.364 Mio. Euro (5.298 Mio. Euro in H1 2019) aufgrund geringerer Auslieferungen von grafischen Papieren sowie niedrigerer Verkaufspreise für Zellstoff und Papier.
  • Das vergleichbare EBIT sank um 33 % auf 482 Mio. Euro (719 Mio. Euro) und lag bei 11,0 % (13,6%) der Umsatzerlöse.
  • Das Zellstoff-Transformationsprojekt von UPM in Uruguay und das Biochemikalien-Projekt in Deutschland liegen gut im Zeitplan in Bezug auf die geplanten Inbetriebnahmen.
  • Der operative Cashflow betrug 293 Mio. Euro (756 Mio. Euro).
  • Die Nettoverbindlichkeiten gingen auf 301 Mio. Euro (366 Mio. Euro) zurück.

Ende Juni beliefen sich die liquiden Mittel und ungenutzten verbindlichen Kreditlinien auf insgesamt 2,0 Milliarden Euro.

Wesentliche Kennzahlen

 

Q2/2020

Q2/2019

Q1/2020

Q1–Q2/2020

Q1–Q2/2019

Q1–Q4/2019

Umsatzerlöse, Mio. EUR

2.077 

 

2.605 

 

2.287 

 

4.364 

 

5.298 

 

10.238 

 

Vergleichbares EBITDA, Mio. EUR 

320 

 

466 

 

398 

 

719 

 

954 

 

1.851 

 

% der Umsatzerlöse

15,4 

 

17,9 

 

17,4 

 

16,5 

 

18,0 

 

18,1 

 

Betriebsergebnis, Mio. EUR

148 

 

319 

 

243 

 

391 

 

692 

 

1.344 

 

Vergleichbares EBIT, Mio. EUR

203 

 

345 

 

279 

 

482 

 

719 

 

1.404 

 

% der Umsatzerlöse

9,8 

 

13,2 

 

12,2 

 

11,0 

 

13,6 

 

13,7 

 

Ergebnis vor Steuern, Mio. EUR

138 

 

300 

 

240 

 

378 

 

664 

 

1.307 

 

Vergleichbares Ergebnis vor Steuern, Mio. EUR

193 

 

325 

 

276 

 

469 

 

691 

 

1.367 

 

Ergebnis im Berichtszeitraum, Mio. EUR

103 

 

245 

 

192 

 

295 

 

549 

 

1.073 

 

Vergleichbares Ergebnis im
Berichtszeitraum, Mio. EUR

157 

 

271 

 

231 

 

388 

 

576 

 

1.119 

 

Ergebnis je Aktie (EPS), EUR

0,19 

 

0,46 

 

0,36 

 

0,55 

 

1,03 

 

1,99 

 

Vergleichbares EPS, EUR

0,29 

 

0,51 

 

0,43 

 

0,72 

 

1,08 

 

2,07 

 

Eigenkapitalrendite (ROE), %

4,3 

 

10,0 

 

7,7 

 

6,0 

 

11,4 

 

10,7 

 

Vergleichbare ROE, %

6,6 

 

11,1 

 

9,3 

 

7,9 

 

11,9 

 

11,2 

 

Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE), %

5,4 

 

11,2 

 

8,9 

 

7,2 

 

12,8 

 

12,3 

 

Vergleichbare ROCE, %

7,5 

 

12,2 

 

10,2 

 

8,8 

 

13,3 

 

12,8 

 

Operativer Cashflow, Mio. EUR

156 

 

436 

 

137 

 

293 

 

756 

 

1.847 

 

Operativer Cashflow je Aktie, EUR

0,29 

 

0,82 

 

0,26 

 

0,55 

 

1,42 

 

3,46 

 

Eigenkapital je Aktie zum Ende des Berichtszeitraums, EUR

17,50 

 

17,91 

 

17,90 

 

17,50 

 

17,91 

 

18,87 

 

Eingesetztes Kapital zum Ende des Berichtszeitraums, Mio. EUR

10.767 

 

10.820 

 

11.009 

 

10.767 

 

10.820 

 

11.474 

 

Verzinsliche Nettoverbindlichkeiten zum Ende des Berichtszeitraums, Mio. EUR

301 

 

366 

 

-405 

 

301 

 

366 

 

-453 

 

Nettoverbindlichkeiten zum EBITDA (vergangene 12 Monate) 

0,19 

 

0,19 

 

-0,23 

 

0,19 

 

0,19 

 

-0,24 

 

Mitarbeiter zum Ende des Berichtszeitraums

19.029 

 

19.760 

 

18.573 

 

19.029 

 

19.760 

 

18.742 

 


Jussi Pesonen, President & CEO, zum Ergebnis des 2. Quartals 2020:

„Im zweiten Quartal 2020 spürten Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen Lockdowns. Bei UPM hat sich die Situation auf unterschiedliche Weise ausgewirkt. Die Nachfrage nach grafischen Papieren hat infolge der Lockdowns erheblich gelitten, während Etiketten und Spezialpapiere eine hohe Nachfrage verzeichneten und ausgezeichnete Ergebnisse erzielten. Unsere Finanzlage ist nach wie vor gut, und unsere strategischen Projekte werden wie geplant fortgesetzt.

Wir haben proaktive und umfassende Vorkehrungen getroffen, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter zu schützen und die Geschäftskontinuität zu gewährleisten. Infolgedessen haben sich nur wenige UPM Mitarbeiter infiziert und wir konnten der Kundennachfrage ununterbrochen nachkommen. Dies ist ein großer Erfolg und hat in einer höchst außergewöhnlichen Situation zufriedenstellende Ergebnisse ermöglicht.

Unsere Umsatzerlöse sanken um 20 % auf 2.077 Mio. Euro und das vergleichbare EBIT sank um 41 % auf 203 Mio. Euro. Der operative Cashflow betrug 156 Mio. Euro. Die Nettoverbindlichkeiten gingen im Vergleich zum Vorjahr auf 301 Mio. Euro zurück und die Liquidität belief sich auf insgesamt 2,0 Mrd. Euro.

Die Schließung von Geschäften, Büros und Schulen führte zu einem drastischen Rückgang der gedruckten Werbung und der Verwendung von Büropapieren. In Europa ging in Q2 die Nachfrage nach grafischen Papieren gegenüber dem Vorjahr um 32 % zurück. Wir erzielten zwar erhebliche Einsparungen bei den Fixkosten, aber dies konnte den Gegenwind von den Märkten nicht ausgleichen. Das vierteljährliche EBIT von UPM Communication Papers war zum ersten Mal seit fünf Jahren negativ.

Gleichzeitig hatten die Lockdowns einen positiven Einfluss auf einige Geschäftsbereiche von UPM. UPM Raflatac und UPM Specialty Papers profitierten von der starken Nachfrage nach Konsumgütern des täglichen Bedarfs und dem Wachstum im E-Commerce, wodurch der Bedarf an Etiketten- und Verpackungslösungen stieg. In Europa stieg in Q2 die Nachfrage nach selbstklebenden Etiketten im Vergleich zum Vorjahr um 10 %. Die günstigen Marktbedingungen und die langfristigen Anstrengungen zur Verbesserung der Margen führten zu hervorragenden Ergebnissen in beiden Geschäftsbereichen.

UPM Biorefining konnte in Q2 sehr gute Zellstofflieferungen verzeichnen. Aufgrund der Pandemie wurden Wartungsstillstände auf das vierte Quartal verschoben und unsere Zellstoffwerke waren voll ausgelastet. Die Preise sind jedoch nach wie vor niedrig, und die Ergebnisse lassen Raum für Verbesserungen.

UPM Energy hat trotz niedrigerer Preise auf sehr volatilen Märkten gute Ergebnisse erzielt. UPM Plywood verzeichnete ein relativ solides Quartal, aber der Markt für Birkensperrholz bleibt schwach.

In den kommenden Quartalen konzentrieren wir uns auf zwei Hauptthemen. Erstens werden wir in diesen außergewöhnlichen Zeiten gute Leistungen in all unseren Geschäftsbereichen sicherstellen. Zweitens werden wir unsere transformativen Wachstumsprojekte in Uruguay und Deutschland mit Entschlossenheit umsetzen.

Während der gegenwärtig unsicheren Lage haben wir unsere Geschäftstätigkeiten durch verschiedene Maßnahmen wie befristete Freistellungen und Schichtvereinbarungen angepasst. Darüber hinaus haben wir Maßnahmen ergriffen und werden dies auch weiterhin tun, um die Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit unserer Geschäftstätigkeiten sowohl während des derzeitigen Konjunkturrückgangs als auch auf lange Sicht zu gewährleisten.

Vergangene Woche haben wir die Schließung des Werks UPM Chapelle angekündigt, wodurch sich unsere Zeitungsdruckpapierkapazität um 240.000 Tonnen reduzieren wird. Diese Woche haben wir entschieden, die Sperrholzfabrik UPM Jyväskylä dauerhaft zu schließen.

Ausblick für 2020

Die COVID-19 Pandemie, die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung und der wirtschaftliche Abschwung führen weiterhin zu einer hohen Unsicherheit für H2 2020.

Die durch COVID-19 bedingten Lockdowns hatten erhebliche negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach grafischen Papieren. Die Lockdowns haben gleichzeitig die starke Nachfrage nach selbstklebenden Etiketten und Spezialpapieren in H1 2020 unterstützt. Es gibt erste Anzeichen einer teilweisen Normalisierung dieser temporären Effekte auf die Nachfrage, sowohl positiv als auch negativ. Die Entwicklung ist jedoch ungewiss und wird wahrscheinlich schrittweise verlaufen, abhängig von der Lockerung der Maßnahmen und Veränderungen des Verbraucherverhaltens. 

Die Nachfrage nach den meisten UPM Produkten wird von der allgemeinen wirtschaftlichen Aktivität beeinflusst und hängt daher auch von der Art und Weise sowie der Geschwindigkeit einer wirtschaftlichen Erholung ab.

Es wird erwartet, dass die Papierpreise in H2 2020 im Vergleich zu H1 2020 moderat zurückgehen. Die Zellstoffpreise beginnen H2 2020 auf einem niedrigen Niveau.

In H2 2020 wird es mehr Instandhaltungsaktivitäten geben als in H1 2020, insbesondere da die beiden Wartungsstillstände in den Zellstofffabriken von Q2 2020 auf Q4 2020 verschoben wurden.

UPM wird weiterhin Maßnahmen zur Reduzierung der fixen und variablen Kosten ergreifen.

Es wird erwartet, dass das vergleichbare EBIT im Jahr 2020 deutlich geringer sein wird als 2019.

Quelle und weitere Informationen: www.upm.com/de

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