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Britischer Recyclingverband fordert Regierungsunterstützung für Investitionen in Altpapierfabriken

Wie der Verband „The Recycling Association“ auf seiner Webseite berichtet, fordert dieser die britische Regierung auf, Investitionen in die britische Infrastruktur für das Papier- und Kartonrecycling zu unterstützen. Sie sehen den dringenden Bedarf unter anderem aufgrund der von China kürzlich verkündeten Absicht, die Einfuhr von Altpapier bis Ende dieses Jahres zu verbieten und damit das Ende 2017 eingeführte Verbot von Mischpapier zu ergänzen.

Auch Indonesien habe angekündigt, dass es einen Fremdstoffgrenzwert von 2% für Papier und Plastik einführen wird, so der Verband. Zudem entwickelt das Land einen Fahrplan, der in den nächsten sechs Monaten zu reduzierten Importquoten führen wird.

Wie der Geschäftsführer Simon Ellin betont, werden im Vereinigten Königreich jedes Jahr rund 8 Millionen Tonnen Papier und Karton verbraucht. Mehr als die Hälfte davon wird exportiert, da im eigenen Land nicht genug Kapazitäten für mehr Recycling bestehe. Bis zu den Importverboten Chinas habe man 3 Millionen Tonnen Altpapier jährlich nach China versandt. Seit die chinesische Regierung gemischtes Altpapier verboten und die Quoten mit dem Ziel eines Totalverbotes zu Ende des Jahres bereits schrittweise reduziert habe, sei dies nicht mehr der Fall.

Auch Indonesien oder weitere Länder wie Indien, Vietnam und Malaysia könnten dem Beispiel Chinas folgen und Einfuhrregelungen verschärfen, fürchtet der Verbandschef. 

Um auf diesen für den britischen Markt wichtigen Exportländern weiter bestehen zu können, sieht der Verbandsgeschäftsführer Investitionen in den britischen Papierherstellungssektor unabdingbar: „Im Vereinigten Königreich müssen wir uns auf die Entwicklung der Infrastruktur konzentrieren, um die Ziele der Ressourcen- und Abfallstrategie und der Kreislaufwirtschaft zu erreichen. Dazu sollte auch die Möglichkeit einer Zellstofffabrik untersucht werden, damit wir recycelten Zellstoff in globale Produktionszentren exportieren können. Dies ist von wesentlicher Bedeutung, denn wenn wir Industriegüter aus diesen Ländern kaufen, müssen wir ihnen die Verpackungsmaterialien aus Pappe als Zellstoff zurückgeben, damit sie wieder zu neuen Pappkartons verarbeitet werden können.“

Eine weitere Option sieht Ellin in einer neuen Fabrik, die fertige Papier- oder Kartonprodukte herstellt, die in Großbritannien, in die EU oder weltweit verkauft werden könnten.

Ellin fordert die britische Regierung zu einer gemeinsamen Machbarkeitsstudie auf, um die wirtschaftlichen Vorteile einer neuen Recycling-Infrastruktur für Papier und Karton und Mechanismen zu untersuchen, wie diese finanziert werden könnte.
 
Quelle: www.therecyclingassociation.com 

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