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UPM berichtet gutes Ergebnis und Cashflow in Rekordhöhe

Mit dem am 30. Januar veröffentlichten Zahlen für das 4. Quartal 2019 zeigt sich der finnische Konzern UPM trotz gesunkener Umsatzerlöse zufrieden.

Q4/2019 Überblick

  •     Die Umsatzerlöse sanken um 10 % auf 447 Mio. Euro (2.731 Mio. Euro in Q4/2018) aufgrund niedrigerer Zellstoffpreise und geringerer Lieferungen von grafischen Papieren.
  •     Das vergleichbare EBIT sank um 15 % auf 343  Euro (404Mio. Euro).
  •     Der operative Cashflow lag auf einer Rekordhöhe von 592 Mio. Euro (384 Mio. Euro).
  •     Nettoverbindlichkeiten gingen auf - 453Euro zurück (-311 Mio. Euro am Ende des Jahres 2018, vor der Einführung der IFRS 16 Leasingverhältnisse).
  •     Cashflow in Rekordhöhe bei UPM Communication Papers und UPM Raflatac, vergleichbares EBIT in Rekordhöhe bei UPM Specialty Papers.
  •     UPM Specialty Papers schloss die Erweiterung bei UPM Changshu ab und begann das Hochfahren der umgebauten Papiermaschine bei UPM Nordland Papier.
        UPM kündigte die Investition in ein Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bei UPM Nordland Papier in Deutschland an.

    2019 Überblick
  •     Die Umsatzerlöse sanken um 2 % auf 238Mio. Euro (10.483 Mio. Euro in 2018).
  •     Das vergleichbare EBIT sank um 7 % auf 404Mio. Euro (1.513  Mio. Euro).
  •     Der operative Cashflow lag auf einer Rekordhöhe von 847Mio. Euro (1.330 Mio. Euro).
  •     Das Board of Directors schlägt eine Dividende von 1,30 Euro (1,30 Euro) je Aktie vor, dies entspricht 38 % des operativen Cashflows je Aktie.
  •     UPM kündigte eine Investition in Höhe von 2,7 Mrd. USD in ein Eukalyptus-Zellstoffwerk mit einer Kapazität von 2,1 Mio. Tonnen in der Nähe von Paso de los Toros, Uruguay, an.
  •     UPM reduzierte 2019 seine Grafikpapierkapazität um insgesamt 620.000 Tonnen und begann Mitarbeiterverhandlungen über den Verkauf oder die mögliche Schließung von weiteren  240.000 Tonnen an Zeitungsdruckpapierkapazität.
  • UPM wurde als Teilnehmer am UN Global Compact LEAD ausgewählt und erhielt mehrere hochkarätige Auszeichnungen für seine Nachhaltigkeitsleistung, darunter den Dow Jones Sustainability Index, das MSCI AAA-Rating und die Aufnahme in die A-Liste des CDP.

Auf seiner Webseite veröffentlicht der Konzern zum Ergebnis des 4. Quartals 2019 folgenden Kommentar seines Präsidenten & CEO, Jussi Personen:

„Das Jahr 2019 war ein wichtiger Schritt für die strategische Transformation von UPM. Im Juli haben wir die Entscheidung getroffen, in Uruguay ein äußerst wettbewerbsfähiges Zellstoffwerk zu errichten, wodurch sowohl die zukünftigen Erträge von UPM als auch der Umfang unseres Zellstoffgeschäfts deutlich wachsen werden. Gleichzeitig entwickelten alle unsere Geschäftsbereiche weiter Produktinnovationen für eine Zukunft ohne fossile Rohstoffe. Biochemikalien und Biokraftstoffe sind bei dieser Entwicklung führend.

Im Jahr 2019 hat sich unsere Geschäftsentwicklung trotz des nachlassenden Wirtschaftswachstums auf einem guten Niveau fortgesetzt. Wir konnten die Margen das ganze Jahr über stabil halten und erzielten einen rekordverdächtigen Cashflow. Angesichts des Preisverfalls unserer Produkte in der zweiten Jahreshälfte war dies eine gute Leistung.

Unsere Umsatzerlöse für 2019 sanken um 2 % und unser vergleichbares EBIT um 7 %. Unser operativer Cashflow stieg um mehr als eine halbe Milliarde Euro auf 1.847 Mio. Euro und wir haben das Jahr mit einem Rekordtief von -453 Mio. Euro Nettoverschuldung abgeschlossen. Ich möchte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von UPM aufrichtig dafür danken, dass sie 2019 zu einem erfolgreichen Jahr gemacht haben.

Im vierten Quartal des Jahres gingen unsere Umsatzerlöse um 10 % zurück, was insbesondere auf den Rückgang der Zellstoffpreise und der Lieferungen von grafischem Papier zurückzuführen ist. Die Margen und Erträge blieben auf dem Niveau der beiden vorangegangen Quartale, das vergleichbare EBIT verringerte sich jedoch gegenüber dem 4. Quartal des Vorjahres um 15 %. Mit einem operativen Cashflow von 592 Mio. Euro haben wir einen neuen Quartalsrekord erreicht.

UPM Biorefining verzeichnete weiterhin eine gute Kundennachfrage nach Zellstoff, erneuerbaren Kraftstoffen und Holz. Allerdings wurden die Erträge wie erwartet durch bedeutend niedrigere Zellstoffpreise beeinträchtigt. Die besten Ergebnisse in diesem Geschäftsbereich erzielte UPM Biofuels. Die Bioraffinerie Lappeenranta, mit der UPM wichtiges Neuland betreten hat, feierte Anfang 2020 das fünfjährige Jubiläum der kommerziellen Produktion.

UPM Communication Papers hatte insbesondere aufgrund von stabilen Vertragspreisen und verringerten variablen Kosten ein ausgezeichnetes Quartal. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2019 wirkte sich jedoch auf die Nachfrage nach Papier aus, die schneller zurückging als in den Vorjahren.

Um sich der Kundennachfrage anzupassen, reduzierte UPM seine Grafikpapierkapazität im zweiten Halbjahr um 620.000 Tonnen. Dies wurde durch Maschinenstilllegungen bei UPM Plattling in Deutschland und UPM Rauma in Finnland sowie durch die Umstellung einer Papiermaschine bei UPM Nordland Papier in Deutschland erreicht. Bei UPM Chapelle in Frankreich finden aktuell ein Verkaufsprozess und Mitarbeiterverhandlungen statt, die eine mögliche weitere Reduzierung von 240.000 Tonnen Zeitungsdruckpapier betreffen.

Trotz der rückläufigen Nachfrage weist der Markt für grafisches Papier nach wie vor ein beträchtliches Volumen auf. Wir verpflichten uns zu profitablen Geschäften und werden unsere Kunden aus unseren wettbewerbsfähigsten Einheiten und Regionen beliefern. Wenn es um das Management unserer eigenen operativen Abläufe geht, spricht unsere Erfolgsbilanz für uns. Entscheidend ist jedoch auch die Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsumfeldes.

Bei UPM Specialty Papers war die Kundennachfrage gut. Der Geschäftsbereich erzielte ein vergleichbares EBIT in Rekordhöhe, was durch niedrigere Inputkosten und mehrere Initiativen zu Fixkosten ermöglicht wurde. Nach der Kapazitätserweiterung für Trennpapiere bei UPM Changshu in China begann die Produktion im Dezember früher als geplant, und der Umbau der PM2 zur Trennpapierherstellung bei UPM Nordland Papier wird derzeit hochgefahren.

UPM Energy erzielte dank verbesserter Wasserkrafterzeugung ein starkes Ergebnis. Für UPM Raflatac zeichnete sich das vierte Quartal durch gutes Margenmanagement und einen Rekord-Cashflow aus. UPM Plywood schloss das Jahr jedoch eher negativ ab, da sich die Nachfrage abschwächte, die Preise zurückgingen und es im Dezember zu Arbeitskampfmaßnahmen kam.

Im Januar haben wir bekanntgegeben, dass wir uns dem 1,5 Grad-Ziel des Global Compact der Vereinten Nationen anschließen. UPM hat die einmalige Chance, einen positiven Beitrag zu leisten und an der Abmilderung des Klimawandels mitzuwirken. Unsere Wachstumsgeschäfte basieren auf innovativen und klimafreundlichen Produkten, welche die Risiken begrenzen, die sich aus der Klimapolitik und den Folgen des Klimawandels ergeben. Dies ist wichtig für den langfristigen Wert des Unternehmens.

Für das Jahr 2020 stehen viele Dinge an. Eine Reihe transformativer Projekte sind entweder in Arbeit oder befinden sich aktuell in Planung. Diese werden die zukünftigen Erträge und den Wert des Unternehmens weiter unterstützen. In Uruguay schreitet unser Projekt für das neue weltweit führende Zellstoffwerk wie geplant voran. Vergangene Woche haben UPM und die Andritz Group einen Vorvertrag unterzeichnet, in dessen Rahmen Andritz uns energieeffiziente und umweltfreundliche Technologien für die Zellstoffproduktion liefern soll.

Die Finanzlage von UPM ist außergewöhnlich stark, sodass wir diese Chancen nutzen können. Gleichzeitig sind wir in der Lage, unseren Aktionären eine attraktive Dividende zu zahlen.

Das Board of Directors von UPM hat heute eine Dividende von 1,30 Euro (1,30 Euro) je Aktie für 2019 vorgeschlagen. Das entspricht 38 % des operativen Cashflows je Aktie. Dieser Vorschlag spiegelt die außergewöhnlich gute Finanzlage des Unternehmen und das Vertrauen in die künftige Cash-Generierung wider.

Ausblick für 2020

Es wird erwartet, dass das globale Wirtschaftswachstum 2020 anhalten wird, wenn auch mit gemäßigterem Tempo. Das Wachstum in Europa wird voraussichtlich langsam sein. Eine mögliche Verschärfung oder Lockerung der Handelsspannungen zwischen den großen Wirtschaftsräumen führt zu Unsicherheiten im Geschäftsumfeld. Diese Sachverhalte können im Jahr 2020 einen Einfluss auf die Produkt- und Rohstoffmärkte von UPM haben.

Es wird erwartet, dass eine solide Nachfrage für die meisten UPM Geschäftsbereiche 2020 anhalten wird. Bei UPM Communication Papers wird sich der Nachfragerückgang voraussichtlich fortsetzen.

Zu Beginn des Jahres 2020 werden die Papierpreise im Vergleich zu Q4/2019 voraussichtlich moderat zurückgehen. Die Zellstoffpreise beginnen das Jahr 2020 auf einem niedrigen Niveau, nachdem sie im Laufe des Jahres 2019 gesunken sind.

UPM wird weiterhin Maßnahmen zur Reduzierung der fixen und variablen Kosten ergreifen. Es wird erwartet, dass die Fixkosten im Jahr 2020 in der intensiver werdenen Phase der transformativen Wachstumsprojekte von UPM durch projektbezogene Kosten erhöht werden.

Es wird erwartet, dass das vergleichbare EBIT von UPM in H1 2020 deutlich geringer sein wird als in H1 2019, aufgrund von geringeren Verkaufspreisen, die teilweise durch Reduzierung der variablen Kosten ausgeglichen werden. In H2 2020 wird sich das vergleichbare EBIT voraussichtlich erholen.

Die Kennzahlen und weitere Informationen finden Sie unter: www.upm.com/de

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