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Neustart bei Scheufelen

Der Produktionsbetrieb wurde mit 100 Mitarbeitern wieder aufgenommen. Hergestellt wird das Scheufelen Graspapier und weiterhin Verpackungskartons.

Nach fünfmonatigen intensiven Bemühungen ist es gelungen, so informiert das Unternehmen in einer Pressemitteilung, die Fortführung der 1855 gegründeten Papierfabrik Scheufelen in Lenningen (Kreis Esslingen) zu sichern.

Abgesichert durch das Investorenkonsortium bestehend aus Green Growth Fund 2 / Wermuth Asset Management, Nordia Invest und Scheufelen Equity Partners nahm die neugegründete „Scheufelen GmbH" den Geschäftsbetrieb mit 100 Mitarbeitern am 02.07.2018 wieder auf.

Die Papierfabrik Scheufelen hatte Ende Januar 2018 einen Insolvenzantrag stellen müssen. „Trotz vorübergehender Einstellung der Produktion Anfang April 2018 und der insolvenzbedingten Freistellung von nahezu 280 Mitarbeitern, haben wir die Hoffnung und die intensiven Bemühungen für eine Fortführungslösung nie aufgegeben," so der Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Dr. Tibor Braun aus Stuttgart. 

Das Konzept der Investoren sieht neben Scheufelen Graspapier weiterhin die Produktion und Fortentwicklung der weltweit nachgefragten Scheufelen Premiumpapier-Produkte vor, insbesondere des hochweißen Verpackungskartons Phoenolux, verzichtet aber auf die von hohem Margendruck belasteten Bilderdruckpapiere, die letztlich Grund für die Insolvenz waren.

Die Entwicklung und Markteinführung der Scheufelen Produkte werden auch zukünftig vom Packaging Campus Lenningen in Kooperation mit der Hochschule der Medien in Stuttgart und weiteren Partnern begleitet. Der innovative Packaging-Campus kann seine Aktivitäten in Lenningen nun verstärken, weitere Forschungs- und Technikumseinrichtungen rund um das Thema Ressourceneffizienz und lternative Faserstoffe sollen bald folgen.