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Kartonrollen | © Mayr-Melnhof Karton AG

Mayr-Melnhof Gruppe mit mehr Umsatz und höherem Ergebnis gegenüber dem Vorjahr

Die Mayr-Melnhof Gruppe konnte das Jahr 2017 trotz eines verhaltenen Starts leicht über dem herausfordernden Ergebnisniveau des Vorjahres abschließen. Mit einem vor allem preisbedingt gestärkten zweiten Halbjahr gelang es, der aufgrund eines signifikanten Altpapierpreisanstieges schwächeren ersten Jahreshälfte erfolgreich gegenzusteuern.

Beide Divisionen trugen durch insgesamt hohe Kapazitätsauslastung sowie konsequentes Preis- und Kostenmanagement zur Behauptung der Ergebnisqualität des Konzerns bei. Während MM Karton bei Ergebnis und Marge wieder aufholen konnte, entwickelte sich MM Packaging mit einer Operating Margin über zehn Prozent weiterhin auf hohem Niveau.

Entsprechend der soliden Ergebnisentwicklung wird der 24. Ordentlichen Hauptversammlung am 25. April 2018 eine Dividende von 3,10 EUR je Aktie (2016: 3,00 EUR) für das Geschäftsjahr 2017 vorgeschlagen.

Entwicklung setzt sich 2018 fort

Die Rahmenbedingungen auf den europäischen Hauptmärkten der Gruppe zeigen seit Beginn des Jahres eine Fortsetzung des positiven Momentums aus dem Vorjahr. Die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung bleibt jedoch schwer abschätzbar.

Entsprechend verzeichnen beide Divisionen aktuell weiterhin eine solide Nachfrage und gute Auslastung. Aufgrund ausreichender Angebotskapazitäten sowohl in der Kartonproduktion als auch -verarbeitung bleibt die Wettbewerbssituation durch hohe Intensität geprägt. Dennoch gilt es nachfragebedingte Kostensteigerungen bei Inputfaktoren und Logistik weiterzugeben.

MM plant in 2018 weiter zu wachsen sowohl mit dem Markt als auch durch Verdrängung. Die Ergebnisqualität des Konzerns soll dabei in beiden Divisionen auf hohem Niveau behauptet werden, zum einen durch Forcierung von Produkten mit höherer Wertschöpfung und Optimierung des regionalen Absatzmix, zum anderen über Produktivitätssteigerungen und weitere Reduktion von Fixkosten. Der Konzern ist dafür gut aufgestellt.

Konzernumsatz 2017

Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns beliefen sich auf 2.336,8 Mio. EUR und lagen damit um 2,8 % bzw. 64,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (2016: 2.272,7 Mio. EUR). Der leichte Anstieg wird von beiden Divisionen getragen und ist vor allem preisbedingt.

Mit 215,0 Mio. EUR wurde ein betriebliches Ergebnis leicht über dem Vorjahr (2016: 213,7 Mio. EUR) erzielt. Einem deutlichen Ergebniszuwachs in der Kartondivision stand ein leichter Rückgang in der Packagingdivision gegenüber. Die Operating Margin des Konzerns erreichte 9,2 % (2016: 9,4 %), der Return on Capital Employed lag bei 15,1 % (2016: 15,9 %).

Dem fortwährend tiefen Zinsniveau entsprechend beliefen sich die Finanzerträge auf  2,0 Mio. EUR (2016: 3,1 Mio. EUR) und die Finanzaufwendungen auf -6,2 Mio. EUR (2016: -6,1 Mio. EUR). Infolge der Entkonsolidierung der tunesischen Packaging-Gesellschaften im zweiten Quartal kam es zu einem Einmalaufwand aus der kumulierten Währungsumrechnung in Höhe von 2,3 Mio. EUR, der im „Sonstigen Finanzergebnis – netto“ ausgewiesen wird. Dieses belief sich somit auf -5,3 Mio. EUR (2016: -1,5 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Steuern lag mit 205,5 Mio. EUR knapp unter dem Vorjahreswert (2016: 209,2 Mio. EUR). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen 50,5 Mio. EUR (2016: 55,8 Mio. EUR), woraus ein effektiver Konzernsteuersatz von 24,6 % (2016: 26,7 %) resultiert.

Der Jahresüberschuss erhöhte sich leicht auf 155,0 Mio. EUR (2016: 153,4 Mio. EUR). Die Umsatzrentabilität blieb mit 6,6 % (2016: 6,7 %) nahezu unverändert.

Konzernbilanz

Das Gesamtvermögen des Konzerns belief sich per 31. Dezember 2017 auf 2.013,4 Mio. EUR und lag damit um 31,5 Mio. EUR über dem Wert zum Jahresende 2016 (31. Dezember 2016: 1.981,9 Mio. EUR). Das Konzerneigenkapital erhöhte sich im Wesentlichen ergebnis-bedingt von 1.259,2 Mio. EUR auf 1.318,6 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote lag dadurch bei 65,5 % (31. Dezember 2016: 63,5 %), die Eigenkapitalrentabilität bei 12,0 % (31. Dezember 2016: 12,8 %).

Die Finanzverbindlichkeiten, welche überwiegend langfristigen Charakter haben, reduzierten sich infolge von Tilgungen um 48,4 Mio. EUR auf 212,5 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 260,9 Mio. EUR). Die langfristigen Rückstellungen, welche dem Sozialkapital zuzuordnen sind, reduzierten sich auf 121,4 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 129,3 Mio. EUR).

Die verfügbaren Mittel des Konzerns gingen insbesondere tilgungsbedingt auf 200,7 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 253,7 Mio. EUR) zurück. Die Nettoverschuldung belief sich damit zum Jahresende 2017 auf 11,8 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 7,2 Mio. EUR).

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