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IHK Gießen-Friedberg mit Kampagne gegen Bargeldobergrenzen

Die Vollversammlung der IHK Gießen-Friedberg warnt eindringlich vor der Einführung einer von der Bundesregierung geplanten Bargeldobergrenze von 5.000 Euro und der schnellen Abschaffung des 500-Euro-Scheines. Mit einer Kampagne möchte die IHK ausdrücklich darauf hinweisen, dass Bargeld - also Scheine und Münzen - gelebte Freiheit darstellt, da es die Privatsphäre von Verbrauchern schützt.

Bargeld Obergrenze data© IHK Gießen-FriedbergFür die im März gestartete Kampagne hat die IHK Aufkleber, Plakate und einem Sonderdruck, in dem die wichtigsten Argumente „Pro Bargeld“ sowie Unternehmensstimmen zugunsten von Bargeld enthalten sind, erstellt. Mit dieser Aktion, für die die IHK weitere Mitstreiter sucht, möchte sie auf ihre Resolution aufmerksam machen, in der sich das Gremium gegen die Einführung von Obergrenzen bei Bargeldtransaktionen sowie gegen die teure Abschaffung des 500-Euro-Scheins innerhalb der EU positioniert. Deutschland ist kein Hort der Kriminalität. Der Staat kann nicht alle Unternehmer unter Generalverdacht stellen, Geldwäsche zu betreiben, nur weil größere Rechnungsbeträge mit Bargeld bezahlt werden, so die IHK.

Der Institution zufolge, gibt es wohl kaum ein Thema, bei dem der Bezug zur Wirtschaft in einem IHK-Bezirk größer sein könnte als bei der Frage „Bargeldobergrenze, Abschaffung von Bargeld“. Jegliche Wirtschaftstransaktion mündet schließlich in eine Zahlung, sei es im Handel, im Dienstleistungsgewerbe, im Bankverkehr, der Gastronomie oder zwischen Industrieunternehmen. Die Frage, ob der Zahlungsverkehr bar oder unbar abläuft, ist von zentraler Bedeutung. Zudem – und das ist neu - bietet Bargeld einen Schutz vor Negativzinsen. Denn sollten Staat und Banken flächendeckend Negativzinsen einführen, wird es auch für Unternehmen attraktiver, Geld in bar zu halten, um Kosten zu sparen. Würde Bargeld abgeschafft, entfiele diese Möglichkeit.

Zudem sei die geplante Bargeldobergrenze von 5.000 Euro eine unglaubwürdige Maßnahme, um Geldwäsche und andere illegale Geldgeschäfte wirksam zu begrenzen. Namhafte Forscher der Schattenwirtschaft - wie Friedrich Schneider – als auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann bestätigen, dass die gewählten Bargeldobergrenzen ungeeignet sind, um kriminellen Geldwäschern das Handwerk zu legen. Durch die gewählten Bargeldobergrenzen würden rechtschaffene Unternehmer kriminalisiert, während Geldwäscher ohne Probleme Ausweichreaktionen ergreifen könnten, heißt es in der IHK-Resolution.

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