Alles was von Größe ist hat einmal klein begonnen.
So auch der Bundesverband Sekundärrohstoffe
und Entsorgung (bvse).
Das Geschäft mit dem Altpapier steckte nach
dem 2. Weltkrieg noch in den Kinderschuhen, als
sich eine kleine Zahl an Unternehmen 1949 zum
Altpapierverband zusammenschloss. Man hatte
schnell begriffen, dass gerade neue und innovative
Geschäftsfelder ein starkes Sprachrohr
benötigen, um sich im Vielklang von wirtschaftlichen
und politischen Interessen Gehör zu verschaffen.
Wie weitsichtig diese Erkenntnis der „Gründerväter“
war, wurde durch den starken Zuspruch
deutlich, den dieser junge Verband innerhalb
kürzester Zeit hatte. In Monatsfrist konnten bereits
42 neue Mitgliedsunternehmen begrüßt
werden. Tendenz steigend.
Altpapier entwickelte sich vom eher unbedeutenden
Sekundärrohstoff zu einem weltweit gehandelten
Exportgut. Kleine Altpapierfirmen
wuchsen zu wirtschaftsstarken und effizienten
Unternehmen auf. Diese erschlossen sich neue
Märkte, spezialisierten sich oder erweiterten ihr
Tätigkeitsfeld. Der bis dahin eng gefasste Begriff
„Altpapierverband“ griff damit zu kurz. Zudem
war der bundesweite Vertretungsanspruch im
Verbandsnamen nicht repräsentiert. Die 1969
vollzogene Umbenennung in „Bundesverband
Papierrohstoffe e.V. war damit ein folgerichtiger
Schritt.
Die Verbandsgeschichte
auf einen Blick: |
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1949 Gründung des
„Altpapierverband e.V.“
in Düsseldorf.
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1969 Umbenennung in
„Bundesverband
Papierrohstoffe
e.V.“.
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1993 Erweiterung des Tätigkeitsfeldes
und Umbenennung
in „Bundesverband
Sekundärrohstoffe
und Entsorgung e.V.“
(bvse).
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Mit den Jahren veränderte sich die Gesellschaft
und mit ihr das Umweltbewusstsein in Gesellschaft,
Politik und Wirtschaft. Die Grundidee, bereits
gebrauchtes Material nicht als Müll, sondern
als Medium zur Wiederherstellung von Materialien
oder als Quelle zur Gewinnung sekundärer
Rohstoffe zu betrachten, gewann breiten Raum.
Was mit Altpapier- oder Schrotthandel begann,
inspirierte zu immer weiteren Innovationen. Alttextilien,
Glas, Altöl, Kunststoffe, Altholz und
vieles mehr kann heute dem Stoffkreislauf zugeführt
werden. Dementsprechend breit gefächert
stellt sich heute die Branche dar. Viele Unternehmen
nutzen die aktuelle Technik für Synergien in
der Aufarbeitung, so dass eine Interessenvertretung
lediglich für den Papierbereich zu kurz
greifen würde.
Mit der Weiterentwicklung der Branche hat sich
auch die Mitgliederstruktur des Verbandes stetig
gewandelt. Hinzukommende Bereiche erforderten
neue Schwerpunkte. 1993 erfolgte aus diesen
Gründen die Umbenennung des Verbandes
in „Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung“,
kurz: bvse. |