recycling technology Metal Bulletin Research
www.bvse.de
HOME NEWS DER VERBAND BILDUNG BÖRSE RECHT BVSESHOP PRESSE LINKS KONTAKT
NEWS
Großes Interesse an bundesweitem Feldversuch mit längeren Lkw
Cyclos bietet Workshops zum Thema Mengenstrom nach Verpackungs-verordnung
QuRec auf der IFAT Entsorga 13. September - 17. September 2010 in München
Neuer Abfallwirtschaftsplan in Hessen in Kraft
Branchenexperte verstärkt Reclay Group
Aus der Nische ins Kerngeschäft
e-back bleibt optimistisch: Wir setzen auf Kontinuität und Innovation
Lucia Puttrich ist neue hessische Umweltministerin
Branche kompakt: Ungarn - Recycling- und Entsorgungswirtschaft
Neuer Mindestlohn stößt auf Ablehnung
Privatkunden sind sehr zufrieden mit deutschen Entsorgern
bvse mit großem Gemeinschaftsstand und eigener Veranstaltungsreihe auf der IFAT 2010 vertreten
Klaus-Peter Kussel neuer CFO bei Veolia Umweltservice
Schweizer setzen auf S+S Sortiersysteme
EU-Rohstoffstrategie notwendig
Höherer Mindestlohn ab dem 1. November 2010 vereinbart
Griechenland fördert Investitionen
Bessere Sortierergebnisse durch modernste Technologie in der Papiersortierung
Sekundärrohstoffe schaffen Zukunftschancen!
recycling aktiv 2011: Die Welle rollt
NEWS
Newsarchiv ›
TERMINE
13.09.2010 - 17.09.2010

bvse mit Gemeinschaftsstand auf der IFAT vertreten
29.09.2010 - 30.09.2010

bvse-Jahrestagung: Sekundärrohstoffe schaffen Zukunftschancen!
BVSE-SHOP

KrW-/AbfG-
Erläuterungen für den Praktiker

ENTSORGUNGSUNTERNEHMEN
Suchen Sie
nach Recycling-
und Entsorgungs-
unternehmen...
  Datum: 25.06.2010  
  WEEE-Novelle  
bvse: Illegalen Export von E-Schrott verhindern
 
Höhere Sammelquote setzt europaweite Kontrollen voraus

 
  Bonn. Mit den Zielen die Sammelquote zu erhöhen, den illegalen Export einzudämmen sowie die Rückgabemöglichkeiten für die Verbraucher zu erweitern, setzt der Umweltausschuss dabei an den richtigen Stellen an. Das erklärte Ullrich Didszun, bvse-Vizepräsident und Vorsitzender des Fachverbandes Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling. 

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hatte am Dienstag, 22.06.2010, den Bericht des Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz (CDU) zur Neufassung der WEEE-Richtlinie verabschiedet. 

Erfreulich sei, so der bvse, dass das längst überholte Sammelziel, von derzeit vier Kilogramm pro Einwohner und Jahr auf 85 Prozent der eingesammelten Elektro(nik)-Altgeräte, erhöht werden soll. Allerdings sei nicht verständlich, dass die neue Sammelquote erst im Jahr 2016 zu erfüllen ist. Bis zu diesem Zeitpunkt, und damit für die nächsten sechs Jahre, werden damit keine ambitionierten Sammelquoten definiert. „Der Umweltausschuss verpasst hier die Chance den effektiven Ausbau der vorhandenen Sammelstrukturen bereits heute zu fördern. Wir hätten es daher begrüßt, wenn sich der Umweltausschuss auf einen früheren Zeitpunkt, zum Beispiel auf 2013 hätte durchringen können“, so Ullrich Didszun.  

Einheitliches europäisches Kontrollsystem erforderlich
Der bvse machte zudem deutlich, dass es auch nicht ausreichend sei, nur die Sammelquote zu erhöhen, wenn die Einhaltung der Quote nicht entsprechend kontrolliert werde. „Erforderlich ist deshalb ein einheitliches europäisches Monitoringsystem. Ansonsten ist nicht nur sehr fraglich, ob die Quote überhaupt erfüllt wird, sondern es führt auch zu extremen Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der Europäischen Union“, warnte der bvse-Vizepräsident eindringlich.

Dabei steht außer Frage, dass das Monitoring auf die Sammelkette erweitert werden muss. Deutschland verfügt zwar über eine sehr leistungsfähige Infrastruktur von Recyclingunternehmen, die sich täglich den Herausforderungen der Wertstoffgewinnung stellen. Investitionen in moderne Rückgewinnungstechniken und in die Schaffung von Arbeitsplätzen sind aber nur dann möglich, wenn die Betriebe auch mit stabilen Erfassungsmengen kalkulieren können.   

Schon die Sammlung muss in die Quotenberechnung einbezogen werden
Daher sei es nicht ausreichend, wenn die Quotenberechnung erst bei den Erstbehandlungsanlagen beginne, kritisiert Didszun. Ein Großteil der Altgeräte komme nämlich überhaupt nicht bei den fachgerecht arbeitenden Demontagebetrieben an und werde damit auch nicht für die Sammelquote erfasst. Die Vorschläge des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments könnten daher nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn nicht nur die Behandlung sondern auch die Erfassung der Altgeräte für alle transparent gemacht wird, gibt der bvse zu bedenken. 

Nach den Worten von bvse-Referent Andreas Habel gebe es derzeit keine effektive Kontrolle der Abfallerzeuger, der Sammelstellen oder der Einzel- und Schrotthändler. Der Handel mit Elektro- und Elektronikgeräten durch diese Parteien sei jedoch gängige Praxis, deshalb müssten sie auch in das Kontrollsystem mit einbezogen werden, denn ansonsten gingen zu viele wertvolle Rohstoffe dem Wirtschaftskreislauf verloren. 

Illegalen Export eindämmen
Einen „wichtigen Beitrag“ stellt nach Überzeugung des bvse die Neuregelung des Exportes in der Novelle dar. Ob Export erlaubt sei oder nicht werde sich zukünftig nach konkreten Kriterien richten, die an der Funktionstüchtigkeit der Geräte ausgerichtet sind. Das ist ganz im Sinne des bvse, der sich dafür ausgesprochen hat, dass alle Exporteure nachweisen müssen, dass es sich bei den betreffenden Exportgütern tatsächlich um gebrauchsfähige Geräte handelt. 

Geteilte Produktverantwortung hat in Deutschland Erfolg
Das System der geteilten Produktverantwortung mit kommunalen Sammelstellen, denen die Verbraucher ihre Altgeräte kostenlos zurückgeben können, hat sich in Deutschland bewährt. Dieses Sammelnetz hat  in Deutschland zur Übererfüllung des bislang geforderten WEEE-Sammelziels beigetragen. Deshalb ist es nur zu begrüßen, dass der EU-Umweltausschuss die Voraussetzungen dafür gesichert hat, dass dieses Modell auch weiterhin Bestand haben kann. 

bvse-Vizepräsident Ullrich Didszun ist davon überzeugt, dass das System der geteilten Produktverantwortung auch die Sammelergebnisse in anderen europäischen Ländern verbessern würde. Für Deutschland stellte er aber auch fest: „Wir dürfen uns auf dem Erreichten nicht ausruhen, sondern die vorhandene Sammel- und Logistikkette weiter optimieren und fortentwickeln.
 
   
 
zum Seitenanfang | Druckversion | Artikel versenden
 
 POLITIK
 WIRTSCHAFT
 SPORT
© 2005 - 2010 bvse e.V. | Impressum | Haftungsausschluss

Recycling-Aktiv-Messe
Fachverband Textilrecycling
ReTech