Zu den ältesten Verfahren, Stoffkreisläufe zu schließen, gehört das Recycling gebrauchter Alttextilien.
Die Vorteile des Alttextilrecyclings sind vielfältig:
Einsparung textiler Ressourcen;
Erzeugung von Recyclingprodukten aus Textilien;
Abfallvermeidung;
Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze;
zweckgebundener Einsatz der Altkleidersammelerlöse für gemeinnützige Aufgaben.
bvse-Mitglieder verfügen über eine jahrzehntelange Erfahrung in der Sammlung, Sortierung und Verwertung von Gebrauchtkleidung und ausrangierten Schuhen. Zum Teil in enger Kooperation mit karitativen Organisationen und Kommunen werden Alttextilien durch Straßensammlungen, Depotcontainer sowie Kleiderkammern und Annahmestellen erfaßt.
In modernen Sortierbetrieben wird die Sammelware manuell nach Bedarf und Qualität bearbeitet und einer weiteren Verwendung zugeführt. Das vom bvse herausgegebene Alttextilien-Sortenverzeichnis dient dabei als Verständigungsgrundlage zwischen Anbietern und Abnehmern.
Aus nicht mehr tragfähigen Kleidungsstücken werden Putzlappen geschnitten oder Recycling-Textilfasern für die Reißspinnstoffindustrie zurückgewonnen.
Trotz aller Recyclingerfolge werden aber immer noch zu viele gebrauchte Textilien über den Hausmüll entsorgt. Die Bevölkerung davon zu überzeugen, daß Textilien für die Deponie oder Müllverbrennung zu wertvoll und zu schade sind, bedarf daher ständiger Anstrengungen für die an der textilen Kette beteiligten bvse-Mitgliedsunternehmen.