14. Internationaler Altpapiertag mit rund 600 Teilnehmern

bvse: Altpapierbranche auf Wachstumskurs

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Der 14. Internationale Altpapiertag fand am 24. März 2011 mit rund 600 Teilnehmern und Experten in Berlin statt. In seinem Begrüßungsstatement hob bvse-Vizepräsident und Vorsitzender des Fachverbandes Papierrecycling Reinhold Schmidt hervor, dass die Altpapierbranche auf Wachstumskurs sei.

Das hat seinen Grund. Im vergangenen Jahr setzte die Papierindustrie 16,332 Millionen Tonnen Altpapier in der Papierproduktion ein. Das ist eine Steigerung von 10 Prozent gegenüber 2009. Damit bleibt Altpapier der wichtigste Rohstoff für die Papierindustrie in Deutschland, Europa und der Welt.

Reinhold Schmidt versicherte der Politik und der Papierindustrie, dass die Altpapierwirtschaft für eine lückenlose Versorgung mit Altpapier sorgen wird. "Das ist uns in der Vergangenheit gelungen, in Krisenzeiten wie in Boomphasen. Das garantieren wir für die Gegenwart und auch für die Zukunft kann sich die Papierindustrie auf die Sicherstellung der Rohstoffversorgung durch die Altpapierwirtschaft als ihr Partner verlassen", erklärte der bvse-Vizepräsident in Berlin.

Zur gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage führte Schmidt aus, dass "nach den verheerenden Krisenjahren, die Altpapierwirtschaft im letzten Jahr wieder auf Wachstumskurs gehen konnte". "Das vergangene Jahr hat der gesamten Branche gut getan."  

Der Einsatz von Altpapier in den deutschen Papierfabriken stieg in 2010 stark an. Insgesamt setzte die Industrie 16,332 Millionen Tonnen Altpapier ein. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war dies ein Zuwachs um stattliche 1,537 Millionen Tonnen, also um mehr als 10 Prozent.

Reinhold Schmidt hob hervor, dass Deutschland 2010 mehr Altpapier importiert als exportiert hat. "Um es klar zu sagen: Wir sind Nettoimporteur. Der zum Mengenausgleich unerlässliche Export ist zurückgegangen und der Import nahm zu.“

Auch im laufenden Jahr befindet sich die Branche auf dem Wachstumspfad. "Angebot und Nachfrage für Altpapier bewegen sich in diesem Jahr bisher auf einem hohen und überwiegend ausgeglichenen Niveau. Es sieht also ganz danach aus, dass das Jahr 2011 für die Erfasser und Aufbereiter von Altpapier keine Enttäuschung bringen dürfte", prognostizierte der bvse-Vizepräsident.

Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die kürzlich veröffentlichte Jahresumfrage seines Verbandes, die ergeben hatte, dass die Investitionsbereitschaft der Unternehmen ungebrochen sei und 88 Prozent der Unternehmen einen befriedigenden, guten oder sogar sehr guten Geschäftsverlauf erwarten.

Sorge bereiten aber die Konflikte in Nordafrika, Natur- und Nuklearkatastrophen wie aktuell in Japan, aber auch die Euro-Krise, die noch lange nicht ausgestanden ist. Das zeige, so Schmidt, wie schnell sich das Blatt wenden könne. Die momentane Aufschwungphase sei kein Selbstläufer.

In diesem Zusammenhang führte er die hohen Energiekosten an, die "unsere Unternehmen zunehmend in Bedrängnis bringen". Aufgrund der jüngsten Ereignisse müsse davon ausgegangen werden, dass die Kosten für elektrische Energie weiter ansteigen. Schmidt: "Das wird die Unternehmen erheblich belasten und die deutsche Volkswirtschaft insgesamt schwächen. Deshalb muss die Politik hier gegensteuern, damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nicht in Frage gestellt wird und, im schlimmsten Falle, der Aufschwung abgewürgt wird."

 


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