Hamburger Rieger Papierfabrik Spremberg investiert 150 Millionen Euro
Ersatzbrennstoffkraftwerk soll Energie für die Papierfabrik liefern
Insgesamt 150 Millionen Euro investiert die Hamburger Rieger Papierfabrik in Spremberg und ihr Tochterunternehmen, die Spreerecycling GmbH & Co. KG. Beide Unternehmen gehören zur zur österreichischen Prinzhorn-Gruppe. Das Unternehmen errichtet zur Zeit ein Ersatzbrennstoff-Kraftwerk. Im vierten Quartal 2012 beginnt die Annahme von Ersatzbrennstoffen und der Probebetrieb soll im November oder Dezember 2012 beginnen.
Bis 2013 sollen planmäßig 56 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Ersatzbrennstoff-Anlage wird ca. 17 Megawatt elektrische Leistung und 75 Tonnen Dampf pro Stunde liefern. Mit einem Projektbudget von ca. 140 Mio Euro stellt dies die größte bisherige Investition der Prinzhorn Gruppe dar. Außerdem investiert die Prinzhorn-Gruppe auch in die Papierfabrik. So soll noch in diesem Jahr eine Filmpresse errichtet werden sowie in der angrenzenden Wellpappefabrik Dunapack Spremberg eine Mehrfarbenstanze und eine Klebemaschine installiert werden. Auch dadurch entstehen nach Auskunft des Unternehmen rund 50 neue Jobs.
Wie die Märkische Allgemeine Zeitung berichtete, plante Konzernchef Thomas Prinzhorn ursprünglich noch den Bau einer zweiten Papiermaschine. Die 300 Millionen Euro schwere Investition wurde jedoch vor einem Jahr gestoppt. Als Gründe nannte Prinzhorn zunehmende Engpässe bei Altpapier und eine deutliche Preissteigerung des Rohstoffs. Nicht unerheblich dürfte zudem die verstärkte Konkurrenz durch die 2010 in Betrieb genommene Papierfabrik in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) gewesen sein. Die Hamburger-Rieger-Gruppe produziert seit 2005 in Spremberg Wellpappenrohpapiere.





