REISSWOLF Köln hat fünf Millionen Euro investiert
Modernste Aktenvernichtungsanlage der Welt in Betrieb genommen
Köln. Sicherheit auf höchstem Niveau ist für André Fahnenbruck, Geschäftsführer von REISSWOLF Köln, das Maß aller Dinge. Kein Wunder: Er ist verantwortlich für die modernste Aktenvernichtungs- anlage der Welt.
REISSWOLF Köln, ein Mitglied der REISSWOLF Gruppe, die zu den führenden Anbietern von Sicherheitskonzepten für die datenschutzkonforme Aufbewahrung, Verwaltung und Vernichtung von Akten und Datenträgern in Europa zählt, hat innerhalb von 14 Monaten die neue, 1.700 Quadratmeter große Halle gebaut.
Herzstück der fünf Millionen Euro teuren Anlage sind zwei Hochleistungsschredder, die bis zu 24 Tonnen Aktenordner in der Stunde gemäß den Bestimmungen des Bundesdaten- schutzgesetzes vernichten können. Sie sind auch für die physische Vernichtung elektronischer Datenträger ausgelegt. Ob Festplatte, CD-ROM oder Magnetband – nach dem Zerkleinern bleiben vom ursprünglichen Datenträger nur Metall- und Plastikgranulat übrig.
Mit ihrer neuen Anlage wurde das bvse-Mitgliedsunter-nehmen vom Bundesamt für Sicherheit in der Infor-mationstechnik (BSI) sogar in die Produktliste als Dienst-leister für die Vernichtung von Festplatten aufgenommen. Für den Bau verantwortlich zeichnet der Anlagenbauer Sutco Recyclingtechnik GmbH, dessen Ingenieure von Anfang an eng mit REISSWOLF Köln zusammengearbeitet haben.
„Der Umgang mit sensiblen Datenbeständen erfordert nicht nur ein Höchstmaß an Professionalität, Zuverlässigkeit und Kompetenz, sondern auch eine geschlossene Sicherheits- kette,“ betont Fahnenbruck.
Demzufolge ist der Betrieb videoüberwacht und alarm-aufgeschaltet. Zutrittskontrollen über Gesichtsscanner deuten auf den neuesten Stand der Technik hin. Den Kunden werden spezielle Sicherheitsbehälter zur Verfügung gestellt, damit Datenbestände, die dem gesetzlichen Datenschutz unterliegen, bereits vor ihrer Abholung durch REISSWOLF sicher erfasst werden können.
Es gibt diese Behälter in unterschiedlichen Ausführungen. Ihr Fassungsvermögen reicht von zehn bis 4.000 Aktenordner. Sie verfügen über integrierte Schlösser oder elektronische Schließsysteme und stellen sicher, dass ein einmal einge- worfener Inhalt weder eingesehen noch unbefugt wieder herausgenommen werden kann.
Abgeholt werden die Behälter auf Anforderung oder regelmäßig, in jedem Fall jedoch von den Fahrern protokolliert und in gps-überwachten Sicherheitsfahrzeugen.
In Köln-Rodenkirchen fahren die Fahrzeuge dann eine der sieben Sicherheitsschleusen der Halle an. Einmal entleert, wird der Inhalt der Behälter, respektive der Sicherheits-Pressfahrzeuge, über Förderbänder zu den Schreddern transportiert. Die Anlage vernichtet
Aktenordner komplett, denn eine spezielle Abscheide- scheidetechnik separiert automatisch papierfremde Bestandteile wie Metallbügel und ähnliches. Nach der mehrstufigen Zerkleinerung werden die Papierschnipsel zusätzlich verwirbelt und über weitere Förderbänder zu einer Presse geleitet, die sie mit einem Druck von 80 Tonnen zu Ballen verpresst und verschnürt.
Die professionelle Akten- und Datenvernichtung ist nur ein Schwerpunkt des 1988 gegründeten Unternehmens. Das jüngste Geschäftsfeld, die „Externe Aktenlagerung
und -archivierung“, soll konsequent ausgeweitet werden, denn die Nachfrage der Wirtschaft nach professionellen Dienst- leistungen in diesem Bereich steigt. Deswegen zieht auch ein Teil der Belegschaft vom Firmensitz in Köln-Dünnwald, wo sich REISSWOLF Köln mit der Josef Bruckmann Entsorgung GmbH das Firmengelände teilt, in den Kölner Süden. Die hoch ge-sicherten Archivhallen des Unternehmens liegen denn auch gleich neben dem neuen Gebäude sowie in der Nachbarschaft.
Mit rund 50 Kilometern Staufläche auf feststehenden Regalen sowie auf Schieberegalen gibt es hier genügend Platz für neue Akten. Dennoch ist mit Blick auf das Einzugsgebiet von Aachen über Düren und Köln bis nach Neuss, Düsseldorf und den Kreis Wesel eine weitere Archivhalle bereits in Planung.





