1. Schrott der älteste Sekundärrohstoff der Welt
Allgemeine Informationen
Der Prozess der Wiederverwertung ist eine logische Verknüpfung der Stufen Beschaffung/Sammlung, Transport, Sortierung/Aufbereitung und der Wiedereinführung der Sekundärrohstoffe in den Wirtschaftskreislauf. Er gilt für alle Sekundärrohstoffe und bildet die Grundlage für die Ausführungen über die Fe-Metalle in den einzelnen Stufen.
Historisch gesehen, gehören die Fe- und NE-Metalle zu den ältesten Sekundärrohstoffen der Welt. Funde belegen, dass den Menschen bereits in der Bronzezeit die Bedeutung von Altmetallen bewusst war und sie daher Lagerplätze anlegten, auf denen man sich einerseits mit noch verwendungsfähigen aber ausgedienten Gegenständen versorgen konnte und andererseits nicht mehr gebrauchsfähige Gegenstände gesammelt wurden, um aus ihnen durch umschmelzen oder umschmieden neue Gegenstände herzustellen.
Eisenschrott definiert als Produktionsabfälle und nicht mehr brauchbare Gegenstände und Industriegüter aus Stahl oder Guss waren bereits in der Eisenzeit als wichtige Eisenträger bekannt. Unsere Vorfahren schmiedeten oder schmolzen nicht mehr verwendungsfähige oder nicht mehr benötigte Gegenstände aus Eisen zu neuen Gebrauchsgegenständen um.
Der industrielle Siegeszug des Schrotts begann mit der Einführung des Siemens-Martin-Schmelzverfahrens im Jahre 1864. Nachfolgende Tabelle bestätigt diese Aussage.
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Schrotteinsatz |
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| 1908 |
4,2 Mio. t |
| 1917 |
8,6 Mio. t |
| 1960 |
13,8 Mio. t |
| 2005 |
24,1 Mio. t |
Weltweit liegt heute der Schrottanteil an der Rohstahlerzeugung bei rund 40 Prozent. Schrott ist nach Eisenerz der wichtigste Eisenträger für die Stahl- und Gussproduktion.





