Schrottplätze sind Schatzgruben
Altautos landen meist im Ausland
Von André Zantow, Deutschlandfunk
Dank der Abwrackprämie war 2009 das Jahr der Autoentsorger. Die Verschrottung von Autos lohnt sich aber auch ohne staatliche Unterstützung, zumindest für die Umwelt. Doch viele recyclebare Rohstoffe gehen durch den Export von Gebrauchtwagen verloren. Das berichtete der Deutschlandfunk am 18. August im zweiten Teil seiner Serie "Metall-Recycling".
In dem Hörfunkbeitrag kritisiert bvse-Referent Andreas Habel, dass viel zu wenige der abgemeldeten Fahrzeuge in Deutschland fachgerecht entsorgt werden können, weil sie exportiert werden.
"Wenn man es mal aus der Rohstoffbrille sieht, ist es eigentlich ein Unding, dass wir uns noch den Luxus leisten, diese wichtigen Rohstoffe aus der eigenen Hand zu geben. Denn Deutschland ist ein rohstoffarmes Land. Gleichzeitig sind wir aber auch einer der größten Verbraucher an Rohstoffen und wir müssten eigentlich die Maßgabe haben, diese wertvollen Rohstoffe im eigenen Land zu haben, für die eigene Wirtschaft auch."
Wirtschaftsvertreter Andreas Habel fordert deshalb eine Änderung des deutschen Altautogesetzes:
"Es muss ganz klare Kriterien geben: Wann ist ein Fahrzeug ein Altfahrzeug, also ein Schrottauto. Und wann ist es noch ein Gebrauchtfahrzeug. Nämlich nur dann, wenn es noch verkehrstüchtig ist. Dann spricht auch nichts dagegen, es zu verkaufen. Aber wenn es ein Schrottauto ist, muss es auch hier im Lande bleiben und auch unter hiesigen Standards in den modernen Betrieben die wir hier haben, recycelt werden."
-> Gesamter Beitrag auf der Internetseite des Deutschlandfunks zum nachlesen und hören.





