Kein Elektronikschrott in die Wertstofftonne
Bonn. In die Wertstofftonne gehört kein Elektronikschrott. Das machte der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. heute deutlich.
Der Entwurf eines neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes sieht zwar die Einführung einer Wertstofftonne vor, nicht jedoch, dass damit Elektronikkleingeräte mit gesammelt werden. Im Gegenteil: In einem vom Umweltbundesamt beauftragten Gutachten kommen die Autoren zu dem Schluss, dass Elektronikkleingeräte nicht gemeinsam mit anderen Wertstoffen gesammelt werden sollten.
Auch der bvse lehnt eine Miterfassung von Elektronikkleingeräten in der Wertstofftonne aus "fachlichen Erwägungen" ab.
Der Verband weist in diesem Zusammenhang auf das hohe Schadstoffpotenzial der Geräte hin: Zum einen finde bei einer Erfassung von Elektrokleingeräten in einer Wertstofftone eine Verschleppung von Schadstoffen statt, da eine sichere Schadstoffentfrachtung nach der gemischten Erfassung nicht mehr möglich ist. Zum anderen stehe eine solche Lösung im Widerspruch zur umweltpolitischen Zielsetzung der WEEE, insbesondere die Wiederverwendung von Altgeräten sowie eine Steigerung der Materialeffizienz im Recycling zu fördern.
In den momentanen Beratungen zu einer Novelle der WEEE (E-Schrott Direktive) sieht der Entwurf des Europäischen Parlaments (bereits in erster Lesung durch das EU-Parlament verabschiedet) eine andere Lösung vor. Es ist nämlich vorgesehen, dass der Handel nicht mehr gebrauchsfähige Elektrokleingeräte zurücknehmen soll. Damit könnte entscheidend zur Steigerung der Erfassung von Kleingeräten beigetragen werden.





