Gewerbliche Altpapiersammlung in Berlin hat sich bewährt
Berlin. Die gewerbliche Altpapiersammlung in Berlin hat sich bewährt und darf nicht in Frage gestellt werden. Das erklärte der Berliner bvse-Vorsitzende Andreas Siepelt.
Hintergrund dieser Aussage ist, dass innerhalb der SPD-Fraktion ein Änderungsantrag zum Abfallwirtschaftskonzept für den Planungszeitraum 2010 bis 2020 vorliegt. Dort heißt es, dass die derzeit in Berlin durchgeführten Wertstoffsammlungen als unzulässig anzusehen sind.
Verständlich, dass dieses Thema auch beim 14. Internationalen Altpapiertag, der vom bvse am 24. März 2011 in Berlin ausgerichtet wurde, zur Sprache kam. bvse-Vizepräsident und Vorsitzender des Fachverbandes Papierrecycling, Reinhold Schmidt, versicherte den Berliner Kollegen in seiner Rede vor den rund 600 Teilnehmern die Solidarität der deutschen Altpapierbranche.
Schmidt: "Wir weisen darauf hin, dass die privaten Altpapierunternehmen in Berlin diese Sammlung seit Jahrzehnten außerordentlich erfolgreich durchführen. Jahr für Jahr werden ca. 500.000 Tonnen Altpapier in Berlin gesammelt, ungefähr die Hälfte davon aus den privaten Haushalten. Wir fordern die politisch Verantwortlichen dringend auf, dieses wirtschafts- und bürgerfeindliche Vorhaben schnell und schadlos zu entsorgen."
Andreas Siepelt hatte zuvor in einem Brief vom 11. März 2011 an die SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus klar gemacht, dass die privaten Altpapierunternehmen gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unter Beweis gestellt hätten, dass sie zuverlässig und mit hoher Professionalität die Sammlung und die anschließende Altpapierverwertung durchführen.
Der bvse-Landesvorsitzende befürchtet in seinem Schreiben nicht nur "unüberschaubare Konsequenzen" für die geordnete Haushaltsentsorgung, sondern auch für die gewerbliche Entsorgung der Wirtschaft insgesamt, da die Verzahnung und gegenseitige Abhängigkeit der Haushalts- und Gewerbeentsorgung im Altpapier sehr groß sei.
Andreas Siepelt: "Wir haben es nicht verdient, wenn unseren Unternehmen und damit auch unseren Beschäftigten von der Politik die Existenz genommen wird, von daher begrüßen wir sehr, dass innerhalb der SPD der Meinungsbildungsprozess noch nicht abgeschlossen ist und man in dieser Sache weiterhin Gesprächsbereitschaft erklärt hat."





