Wie geht das?

Auf die Faser kommt es an - Altpapier in der Aufbereitung


Die zunehmende Verwendung von Altpapier zur Herstellung von Papier erforderte eine Anpassung der Aufbereitungsverfahren in der Papierindustrie. Auch die Qualitätsanforderungen an die Altpapierfaserstoffe stiegen; nicht zuletzt, um das häufig zu findende, abwertende „Downcycling“ (z.B. Einsatz graphischer Papiere zur Herstellung von Verpackungspapieren) zu begrenzen.

Die in der Papierindustrie üblichen Altpapier-Aufbereitungsanlagen arbeiten im allgemeinen nach folgendem Prinzip:

a) Das Altpapier wird zunächst im „Pulper“, einer Art Küchenmixer im Großformat, aufgelöst und zerfasert. Zur Unrat-Beseitigung ist der Pulper mit entsprechenden Einrichtungen ausgestattet. Der Altpapier-Faserbrei wird über Siebe abgezogen und in weiteren Schritten sortiert, gereinigt und eingedickt.

b) Die Hersteller graphischer Papiere verfügen zusätzlich über sogenannte Deinking-Anlagen, mit deren Hilfe die Druckfarben von den Fasern abgetrennt werden. Es schließt sich hieran eine Dispergierung (=Zerkleinerung nicht ausgeschleuster Schmutzpunkte unter die Sichtbarkeitsgrenze) oder eine Mahlung (Fraktionierung) der Fasern an.

c) Der fertige Altpapierhalbstoff wird ggf. mit anderen Faserstoffen, Füll- und Hilfsstoffen gemischt und gelangt dann in die Mischbütte und in den Produktionsprozess.

 

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