Wie geht das?

Chancen und Grenzen des Altpapierrecyclings


Die Industrie hat umfangreiche Entwicklungen vorgenommen, um die Einsatzmenge von Altpapier, insbesondere der Massensorten, zur Papierproduktion zu steigern. Inzwischen ist die Papierindustrie zum Großteil auf Altpapier als Rohstoff eingestellt.

In Deutschland erreichte die Altpapier-Einsatzquote (= AP-Verbrauch in % der Papier- und Pappeerzeugung) 2002 den Wert von 65%. Es gibt jedoch Grenzen. Jeder Durchlauf in der Altpapieraufbereitung mindert zwangsläufig die Qualität des Fasermaterials: die Fasern werden kürzer, die Festigkeit lässt nach, frische Fasern müssen zugeführt werden.

Darüber hinaus ist die Altpapier-Einsatzmöglichkeit für die verschiedenen Papierqualitäten unterschiedlich. Bei Verpackungspapieren und Karton liegt sie bei 95% und hat technisch ihre Sättigungsgrenze erreicht. Spezial-Papiere lassen sich mit 40% verzeichnen. Hygiene-Papiere rangieren bei 74%. Den größten Spielraum bieten die graphischen Papiere mit zur Zeit 44% Einsatzquote, wobei der Teilbereich Zeitungsdruckpapier schon bei 116% liegt. Die sortenreine Bereitstellung „heller“ Altpapiersorten ist für eine solche Steigerung unbedingt erforderlich.

 

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