09.11.2012

Bayern will Einsparpotential bei Abfallrecycling nutzen

München. Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Bislang ungenutztes Potential zur Energieeffizienz wie zum Beispiel beim Abfallrecycling  müsse dabei verstärkt genutzt werden. Das betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber anlässlich der aktuellen Zahlen der Abfallbilanz 2011. "Wertstoffrecycling bringt Ökonomie und Ökologie zusammen.

"Unsere Wirtschaft und unsere Umwelt profitieren, wenn wir die kostbaren Rohstoffe aus den Abfällen herausholen und wiederverwerten. Jede Tonne Altpapier und jede verwertete Tonne Aluminium sparen somit nicht nur Ressourcen, sondern auch Energie", so Huber. Laut der Abfallbilanz 2011 hat sich das Abfallaufkommen pro Kopf reduziert: von rund 560 Kilogramm pro Einwohner im Jahr 1990 auf rund 516 Kilogramm pro Einwohner.


Das hohe Umweltbewusstsein der Bürger und ihre Bereitschaft zur sorgfältigen Trennung von Abfällen und Wertstoffen, so Huber, haben zu diesem Erfolg beigetragen. Die Verwertungsquote konnte 2011 mit rund 73 Prozent leicht erhöht werden (2010: ca. 72 Prozent). 1990 lag sie noch bei rund 31 Prozent. Huber: "Wer effizient wirtschaftet, spart Energie und kann gleichzeitig die Kosten stabil halten. Davon profitieren auch die Bürger." 

Die getrennte Erfassung und Behandlung von Abfällen ist eine tragende Säule der bayerischen Abfallwirtschaft. So konnte in Bayern der Trend zu wachsenden Abfallbergen frühzeitig gestoppt werden, sagte Huber. Bayern hat 15 thermische Abfallbehandlungsanlagen, eine Sonderabfallverbrennungsanlage und ausreichend Deponievolumen. Damit stehen nach den Worten Hubers genügend Kapazitäten zur Verfügung, um sämtlichen anfallenden Hausmüll thermisch zu behandeln. Heute wird kein unbehandelter Hausmüll mehr auf Deponien abgelagert. Auch die Verbrennungsrückstände werden umweltverträglich entsorgt.

Weiterführender Link:

Abfallwirtschaft in Bayern

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