26.06.2012

bvse-Mitglied Trillhof Partner der dOCUMENTA: Schrott wird Kunst...

...oder wie der Recyclingprozess für 100 Tage unterbrochen wird

Das Kasseler Recyclingunternehmen Trillhof Handelsgesellschaft mbH ist fördernder Unternehmenspartner der dOCUMENTA(13), der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die zur Zeit für 100 Tage noch bis zum 16. September 2012 in Kassel stattfindet. Trillhof lieferte den Grundstoff für eines der spektakulärsten und monumentalsten Kunstwerke, das in Kassel zur Zeit im öffentlichen Raum zu besichtigen ist.

Schrott wird Kunst - dOCUMENTA
Künstlerin Lara Favaretto in "Momentary Monument IV" (Bild: Dieter Schachtschneider/Trillhof)

Die italienische Künstlerin Lara Favaretto (39) aus Turin hat unter dem documenta-Motto "Zusammenbruch und Wiederaufbau" auf einer 90x30 Quadratmeter großen Fläche hinter dem alten
Kasseler Hauptbahnhof eine Landschaft aus Eisenschrott gebaut, die an Zerstörung nach einem Erdbeben oder Tsunami erinnern soll.

Ihr Kunstwerk "Momentary Monument IV" ist jedoch mehr als Schrott: "Der Abfall könnte zu einemWahrzeichen dieser documenta werden, bei der es auch um Öko-Themen wie Recycling  und Nachhaltigkeit geht. Favaretto fragt, was wir wertschätzen und warum. Und sie zeigt, wie materielleWerte zerbrechen, wie anfällig sie sind." schreibt die Hessisch-Niedersächsische- Allgemeine. „Zusammenbruch und Wiederaufbau“, in Favarettos Tsunami-Landschaft wird das documenta-Motto anschaulich. "Wer eine Weile Besuchern zuhört, welch vielfältige Assoziationen die Metallabfälle auslösen, spürt bald, dass „Momentary Monument IV“ mehr als Schrott ist."

Rund 425 Tonnen Schrott lieferte Trillhof vom Lager in der Kasseler Nordstadt zum Nordflügel des Bahnhofs. Karl-Heinz Zimkeit, Baggerführer bei Trillhof, hat diesen nach Vorstellung und Anweisung Favarettos an 15 Tagen kunstvoll aufgeschichtet. Sein Arbeitsgerät, ein Sennebogen green-line 835 M wurde vom Sennebogen Vertriebspartner Schlüter Baumaschinen GmbH zur Verfügung gestellt.


v.l.n.r.: Fritz Adam und Petra Schlüter (Schlüter Baumaschinen GmbH), Matthias Hartmann (Trillhof GmbH), Lara Favaretto, Bernd Leifeld (documenta GmbH) (Bild: Dieter Schachtschneider/Trillhof)

Matthias Hartmann, Geschäftsführer der Trillhof Handelsgesellschaft mbH äußert sich zum gemeinsamen Kunstprojekt: „Auch wenn ich täglich mit Stahlschrott zu tun und einen relativ emotionslosen Umgang damit habe, ist es ein besonderes Erlebnis zu sehen, wie hier Stahlschrott in einer ganz anderen Umgebung in Szene gesetzt wurde und eine besondere Ästhetik geschaffen wurde. Es ist für unser Unternehmen eine große Ehre und Freude, die Umsetzung zu begleiten und zu unterstützen. Meine Mitarbeiter und ich wurden angesteckt und begeistert von Lara Favarettos Ideen." Und documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld ergänzt: „Die documenta ist seit jeher eine Kasseler Institution. Ohne die Unterstützung dieser Stadt wäre diese Ausstellung alle 5 Jahre unmöglich. Daher ist es mir eine besondere Freude, dass uns ein Kasseler Unternehmen so tatkräftig bei der Realisierung eines dOCUMENTA(13)- Kunstwerkes unterstützt.“

Die documenta wurde 1955 von Arnold Bode gegründet und findet alle fünf Jahre in Kassel - in diesem Jahr zum 13. mal statt. Die Trillhof Handelsgesellschaft mbH wurde 1945 von Adolf Trillhof in Kassel gegründet. Der Schwerpunkt des Entsorgungsfachbetriebs liegt auf den Sparten Schrott- und Metallhandel, Altpapieraufbereitung, Abfallwirtschaft und Containerdienst. Das Familienunternehmen wird in der dritten Generation von Matthias Hartmann und Burkhard Rodewyk geführt.

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