Das BMU warnt vor kontaminierten Edelstahlprodukten
Das BMU informierte am 14.02.2012 darüber, dass am 10.02.2012 die Zollbehörden auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt/Main an zwei Ständen indischer Aussteller Gegenstände (Teller und Schalen) aus Edelstahl entdeckt hatten, die eine hohe Kontamination aufwiesen.
Insgesamt handelt es sich um elf Gegenstände mit einer Gesamtmasse von 6,1 kg, die als Ausstellungsstücke auf die Messe mitgebracht wurden. Die Gegenstände gemäß beigefügter Anlage wurden sichergestellt. Eine strahlenschutztechnische Überprüfung durch das Land Hessen hat ergeben, dass die Gegenstände mit Kobalt 60 (Co 60) kontaminiert sind und spezifische Aktivitäten von 3.500 bis 3.900 Bq/g aufweisen. Diese Werte liegen deutlich über der Freigrenze für Co 60 von 10 Bq/g nach Anlage III Tab. 1 Spalte 3 StrlSchV liegen.
Das hessische Landeskriminalamt hat Ermittlungen aufgenommen.Bereits im Februar 2009 wurde in Staffordshire, Großbritannien eine Edelstahlcharge aus China mit einer Aktivität von bis zu 10.000 Bq/g entdeckt. In den Jahren 2008 und 2009 sind radioaktiv kontaminierte Edelstahlprodukte in großer Menge aus Indien nach Deutschland gelangt. Ein Zusammenhang mit einem dieser Vorgänge kann zzt. nicht ausgeschlossen werden. Auf Grund des noch unbekannten Ursprungs der Kontamination kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, dass weitere kontaminierte Edelstahlprodukte in den Wirtschaftskreislauf gelangen oder gelangt sind.
Quelle: Mitteilung von RS II 3 – Bundesaufsicht im Strahlenschutz, BMU, 14.02.2012




